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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Samstag, 12. November 2005

Film zu Edelweißpiraten

Die Edelweißpiraten waren Jugendliche, die während des Nationalsozialismus u.a. in Köln gegen das NS-Regime gekämpft haben; im Jänner 1944 wurden dreizehn von ihnen hingerichtet. Nun gibt es einen Film von Niko und Kiki von Glasow über sie (eine Besprechung gibt es hier, auch die NZZ berichtete in einem mittlerweile kostenpflichtigen Beitrag; offizielle Homepage), bei dem es auf Grund seiner Drastik sehr lange dauerte, bis er einen deutschen Verleih fand. Ebenfalls sehr lange dauerte es übrigens, bis die hingerichteten Jugendlichen als Widerstandskämpfer anerkannt wurden: Erst im Juni dieses Jahres war es soweit.

Freitag, 11. November 2005

Jubiläen bei Freitag & ak

Gleich zwei Zeitschriftenjubiläen sind zu verkünden: Der Freitag wird 15 (Bericht im ND) und ak hat die 500. Ausgabe geschafft (Bericht im ND). Gratulation!

Donnerstag, 10. November 2005

Unbequeme Tote

Bei Assoziation A sind in den letzten Jahren eine Reihe interessanter Bücher erschienen, zuletzt ein Krimi, den Zapatisten-Subcomandante Marcos gemeinsam mit Paco Ignacio Taibo II verfasst hat. [K]ein Meisterwerk, befindet die Rezension in der Jungle World, aber allemal lesenswert.

Taibo II, Paco Ignacio/Marcos, Subcomandante: Unbequeme Tote. Berlin: Assoziation A, 2005.

Mittwoch, 9. November 2005

Unruhen in Frankreich 2

Die aktuelle Jungle World bringt als Aufmacher den Aufstand in der französischen Banlieue; Bernhard Schmid schreibt darin u.a.:

Der 50jährige Mann schaut auf die schwelenden Trümmer seines Autos: »Drei Jahre lang haben ich diesen Drecksjob als Hundeführer bei einer Securityfirma gemacht, und vor kurzem konnte ich mir endlich diese alte Rostmühle kaufen. Warum zünden die nicht die Autos der Reichen an? Oder greifen die Polizei an, wo sie doch mit der ein Problem haben?« Das meinen auch die Leute in der Warteschlange beim marokkanischen Bäcker. »Sollen sie doch vor das Polizeikommissariat ziehen oder Politiker angreifen. Aber warum die Autos armer Leute?« fragt eine arabische Frau. Dagegen meint ein junger Mann mit Kapuzenpullover: »Doch, Monsieur, wir müssen das tun. Sonst nimmt uns doch keiner ernst. Sehen Sie dieses Dokument hier? Das ist mein französischer Ausweis. Damit bekommst du alle Rechte, hat man mir gesagt, wenn du ihn einmal hast. Pah! Abitur habe ich gemacht, und 1 500 Lebensläufe abgegeben. Pech. Ich wohne im falschen Viertel und habe einen falschen Namen, der arabisch klingt, da gibt es keinen Job. Wir müssen, Monsieur, wir müssen so handeln!«

Ebenfalls von Bernhard Schmid, zum Teil deckungsgleich mit dem Jungle-World-Beitrag: Ein Artikel in Telepolis, in dem es um die Polizei-Politik der französischen Regierungen der letzten Jahrzehnte sowie die Reaktionen der Linken auf die Unruhen geht. Einigermaßen lesbar sind dann noch ein Interview mit der französischen KP-Vorsitzenden Marie-George Buffet im heutigen ND sowie ein Gastkommentar von Isolde Charim im gestrigen Standard.

Dienstag, 8. November 2005

Prag, Hradčany 104

Prag-Hradcany-104

Prag, Hradčany, Loretánská 19

Prag ist äußerst ergiebig, was historische Hausnummern betrifft: Kein Besuch, ohne dass ich auf neue Nummern stoße, wie zuletzt am Hradschin oder auf der Kleinseite.

Montag, 7. November 2005

Unruhen in Frankreich

Wer brauchbares zu den Aufständen in der Pariser Banlieue und zum schlimmsten Brandstifter von allen - dem französischen Innenminister - lesen will, ist mit den auf Telepolis veröffentlichten Artikeln von Bernhard Schmid (Artikel 1, Artikel 2) bestens bedient. Klügeres dazu habe ich in deutschsprachigen Medien bislang nicht gelesen.

Sonntag, 6. November 2005

Robert Musil auf DVD

ORF.at berichtet: Im Herbst 2008 soll eine DVD mit dem Gesamtwerk von Robert Musil erscheinen, gegen eine Internet-Fassung wehrt sich der Rowohlt-Verlag, der bis 2012 noch auf den Rechten sitzt. Und übrigens: Unsäglich, was Reich-Ranicki zu Musils Mann ohne Eigenschaften abgesondert hat. Michael Scharang hat dazu in konkret 2/2003, veröffentlicht auch in der Presse, das Nötige geschrieben.

Samstag, 5. November 2005

Mozarts Adressen

Die Einführung der Hausnummerierung ist vorwiegend militärisch und fiskalisch motiviert; trotzdem wissen es die Subjekte, sich der Hausnummerierung für ihre eigenen Zwecke zu bedienen, sich diese anzueignen. So können ab sofort die Adressen auf Briefen genauer angeführt werden, garantiert die Hausnummer doch eine bessere Zustellung der Schriftstücke. Auch Mozart gewöhnt sich 1781 nach einigen Monaten Wien-Aufenthalt daran, in seinen Briefen die Hausnummer anzugeben, damit seine Briefpartner in ihren Schreiben diese verwenden können: Bei seinen ersten beiden Unterkünften - im teutschen Hauß, in der Singerstrass (Bd. 3, S. 95) sowie auf dem Peter im Aug-gottes im 2.ten stock (Bd. 3, S. 112) - unterlässt der Komponist eine Hausnummernangabe, doch schon im September 1781 erfahren wir, dass sein neues Zimmer sich auf dem graben N:°1175 im 3:ten stock (Bd. 3, S. 154) befindet; das betreffende Gebäude ist heute mit Graben Nr. 17 zu adressieren. 1782 residiert er auf der hohen brücke im (...) Groshaubtische[n] haus N:° 387 (Bd. 3, S. 225), im folgenden Jahr im kleinen Herbersteinischen hause, n: 412 im 3:t Stock; bey H: v: Wezlar (Bd. 3, S. 251 f.) sowie bald darauf auf dem Juden Plaz im burgischen hause, N:° 244 im ersten Stock (Bd. 3, S. 269 f.). Schon 1784 übersiedelt Mozart wieder, wobei er diesmal in seinem Brief keine Hausnummer anführt: [I]m trattnerischem Hause; 2:te Stiege. im 3:t Stock (Bd. 3, S. 300 f.) wohnt er nun; nur kurz darauf lebt er in der Schullerstrasse N:° 846, im ersten Stock, (Bd. 3, S. 370) wie Mozarts Vater berichtet. Auch die nächste Adresse Mozarts erfahren wir dank eines Briefs seines Vaters: Er wohnt itzt auf der Landstrasse No. 224, (Bd. 4, S. 44) das heisst, der Komponist ist in eine Vorstadt übersiedelt, was durch Geldmangel bedingt ist. Die Quartiere wechseln in rascher Abfolge: Mozart wohnt unter den Tuchlauben (Bd. 6, S. 364) und dann im Alsergrund, in der waringergasse, bey den 3 Sternen N:° 135 (Bd. 4, S. 66), von wo er schließlich zum letzten Mal übersiedelt, in die Rauhensteingasse im Kayserhaus N° 970 Ersten Stock. (Bd. 4, S. 133) - Mozart ist fürwahr ein ruheloses Subjekt; in seinen 10 Wien-Jahren bewohnt er nicht weniger als 12 Adressen.

Mozart, Wolfgang Amadeus: Briefe und Aufzeichnungen. Gesamtausgabe. 7 Bände. (Hg. von Internationale Stiftung Mozarteum/Bauer, Wilhelm A./Deutsch, Otto Erich). Kassel u.a.: Bärenreiter, 1962-1975.

Freitag, 4. November 2005

Mitterauer-Förderungspreis / Dankesrede

Feine Sache, einen Preis für die Dissertation zu bekommen; die Uni-Zeitung und die Rathauskorrespondenz berichten darüber. Am entzückendsten war ja, wie Dieter Stiefel - Vorstand des Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien - in seiner Laudatio doch dann tatsächlich zwei Hausnummerntafeln aufgestellt hat.

Meine Dankesworte lauteten wie folgt:

Ich werde mich mit meinen Dankesworten sehr kurz halten; wissenschaftliche Arbeit ist ja tatsächlich nicht möglich ohne die Unterstützung anderer, was nicht zuletzt für meine Beschäftigung mit der Geschichte der Seelenkonskription und der Hausnummerierung gilt. Zu nennen sind an erster Stelle einmal Bücher, die zentral dafür waren. Was wäre meine Arbeit ohne die Texte von Michel Foucault, ohne „Überwachen und Strafen“, zu dem die vorliegende Dissertation eine Anmerkung darstellen soll, heißt es dort doch: „Aufkommen der Karteikarte und Konstituierung der Humanwissenschaften: noch eine Erfindung, die von den Historikern wenig gefeiert wird.“ Was bei Foucault die Karteikarte ist, ist in meiner Arbeit die Hausnummer, ein vermeintliches Detail der Geschichte. Zu nennen ist aber auch Foucaults „Die Ordnung der Dinge“, ein Buch, dass leider von HistorikerInnen immer noch zu selten gelesen wird. Was man dort lernen kann, ist es, angesichts erstarrt wirkender Ordnungssysteme zu lachen, sie in ihrer Kontingenz wahrzunehmen und als endlich und veränderbar zu begreifen. Dieses Lachen hat mich während meiner Arbeit, meinen Archivrecherchen immer wieder begleitet; oft ist es die Ungeheuerlichkeit, Seltsamkeit oder Fremdheit eines soeben gelesenen Textes im historischen Material, die es produziert. Neben Foucaults Texten zu nennen ist auch Jacques Rancières Buch „Die Namen der Geschichte“, dem wohl bedeutendsten Werk geschichtstheoretischer Reflexion, das in den letzten 10, 20 Jahren verfasst wurde. Diesem Text kann man entnehmen, dass sich Geschichtsschreibung gerade dadurch den Status der Wissenschaft zu geben versucht, indem sie sich literarischer Verfahren bedient; ein sprachbewusstes Schreiben muss daher nicht von vornherein mit dem Verdikt der Unwissenschaftlichkeit belegt werden. Doch es sind nicht nur die Texte von Philosophen, die für mich beim Verfassen der Dissertation wichtig waren. Zu nennen ist auch eine Historikerin, nämlich Arlette Farge, die in ihrer Studie über das Leben im Paris des 18. Jahrhunderts, in „Das brüchige Leben“ vorbildhaft bewiesen hat, dass geschichtswissenschaftliche Arbeit theoretische Reflexion, akribisches Quellenstudium und literarische Ambitionen vereinen kann.
Selbstverständlich sind es jenseits dieser Texte auch Menschen, denen ich viel verdanke, wobei ich an erster Linie meine Eltern Anton und Leopoldine Tantner nennen möchte, die mich immer unterstützt haben. Auch meiner Frau Bettina Kann danke ich, unter anderem dafür, dass sie sich für die Hausnummern zumindest manchmal ebenso wie ich erwärmen konnte. Manche der Fotos historischer Hausnummern aus meiner Sammlung stammen von ihr. Die gesamte Dissertation begleitet – und es waren immerhin knapp mehr als 10 Jahre – haben meine BetreuerInnen Edith Saurer und Karl Vocelka; ihr Zuspruch war immer ermutigend. Und schließlich gibt es die vielen Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen, denen ich viel verdanke, ich zähle sie einfach in alphabetischer Reihenfolge auf: Ralph Andraschek-Holzer, Christian Aspalter, Thomas Baar, Gerhard Dabringer, Thomas Dostal, Andrea Ellmeier, Stefan Eminger, Claire Fredj, Elisabeth Frysak, Martina Fuchs, Li Gerhalter, Martina Grečenková, Annette Grindl, Michael Hochedlinger, Martin Jandl, Alexander Klose, Ulrike Krampl, Achim Landwehr, Margareth Lanzinger, Meike Lauggas, Gottfried Libor, Peter Mahr, Elisabeth Malleier, Wilfried Matzke, Eduard Maur, Josef Pauser, Susanne Pils, Klaus Ratschiller, Ramón Reichert, Martin Scheutz, Sandra Schrattenecker, Sabine Schweitzer, Oswald Überegger, Julia Virag, Natascha Vittorelli, Mario Wimmer und Bernhard Wittstock. Ihnen allen verdanke ich Anregungen, Hilfe, Beistand und – nicht zuletzt – Hinweise auf historische Hausnummern, die Sie in der „Galerie der Hausnummern“ besichtigen können.

Vortrag zu Adressbüros

Die Library Mistress hat erfreulicherweise schon darauf hingewiesen: Kommenden Donnerstag findet mein Vortrag zu den frühneuzeitlichen Adressbüros statt, die ich als Vorläufer der Internet-Suchmaschine verstehe. Noch bin ich mit meinen Forschungen am Anfang, daher wird das ganze eher ein Werkstattbericht werden als ein ausgefeilter Text. Hoffentlich schaffe ich es ja auch, bald mal ins Archiv zu kommen, um zu schauen, ob es zum Wiener Fragamt brauchbare Quellen gibt.

Anton Tantner, Vom Adressbüro zum Fragamt. Eine Vorgeschichte der Internet-Suchmaschine
Ort: Volksbildungshaus Urania, Uraniastr. 1, 1010 Wien
Zeit: Do, 10.11.2005, 19 Uhr

#FragamtWien

Donnerstag, 3. November 2005

Vortrag zu "Schlurfs"

Jetzt ist es fixiert: Am Mittwoch halte ich in Schwechat einen Vortrag zu den Schlurfs. Die Eckdaten lauten:

Anton Tantner, "Schlurfs und die internationale Jazzjugend-Subkultur"
Ort: Neues Museum Schwechat, Neukettenhoferstr. 8, 2320 Schwechat
Zeit: Mi, 9.11.2005, 19 Uhr