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Sonntag, 9. Dezember 2007

Vom "abgeschnittenen Weiberkopf", 1782

Wie schon im Falle des Wiener Kundschaftsblatts (vgl. hier) finden sich übrigens auch in manchen Jahrgängen des Prager Kundschaftsblatts als eben solche titulierte Mordsgeschichten, die die Lektüre doch etwas abwechslungsreicher machen. Eine davon lautet z.B. wie folgt:

Mordgeschichte. [Absatz] Den 30. Oktober ist zu Straßburg eine unerhörte Mordthat begangen worden. Des Morgens fand man an der Münsterkirche einen abgeschnittenen Weiberkopf, und nicht weit davon zogen die Waschweiber aus dem Wasser die 2 Füsse mit denen Schenkeln, kurz von dem Leib, oder Rumpf, recht anatomisch weggeschnitten, in ein alt Tuch eingewickelt, nebst dem Herz und der Miltz, der Rumpf aber fehlet noch. Der Magistrat ließ den Kopf zur Schau ausstellen, ob ihn etwa jemand kenne. Da fand sichs, daß es ein 17jähriges Mädgen war, deren Eltern gestorben. So viel man glaubt, ist diese That in einem Bordel geschehen.

Prager interessante Nachrichten, nebst der eigentlichen Intelligenz aus dem k.k. Frag- und Kundschaftsamte. Von Vincenz Victorin Pruscha dieses k.k. Amtes Direkteur herausgegeben, 16.11.1782, Nr. 46, nicht paginiert. NKP, Signatur 65 D 397/1782