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Dienstag, 23. Mai 2006

Paradoxien der Romantik

Nun ist er tatsächlich erschienen, der Sammelband, der die Ergebnisse eines bereits 2002 beendeten FWF-Projekts enthält, in dem ich gemeinsam mit meinem Kollegen Christian Aspalter beschäftigt war (mehr hier). Wer nun also näheres zum Umgang mit dem gesprochenen und gedruckten Wort um 1800, zum österreichischen Patriotismus oder zum romantischen Deutschnationalismus lesen möchte, möge dieses Buch zur Hand nehmen. Einzig mit dem darin abgedruckten Beitrag von Jochen Hörisch bin ich nicht gerade glücklich, da er es sich nicht nehmen lässt, Peter Hacks feine Polemik "Zur Romantik" als faschistische Hetzschrift (S.39) und widerwärtige[s] Buch (S.40) zu denunzieren. Hörisch geriert sich da wie ein kleines Kind, dem sein Lieblingsspielzeug madig gemacht wird; naja, soll er sich ruhig an Hacks abarbeiten, vielleicht wird er dadurch klüger.

Inhaltsverzeichnis:

I. Dialektik und Paradoxien der Romantik

Dialektik der Romantik (25-46)
Jochen Hörisch

Ironieverlust und verleugnete Rezeption: Kontroversen um Romantik in Wiener Zeitschriften (47-120)
Christian M. Aspalter, Anton Tantner

II. Politik

„Die Freiheit ruft uns allen“. (Selbst-)Entwürfe von Patriotismus und Männlichkeit „politischer Romantiker“ zur Zeit der Antinapoleonischen Kriege Österreichs, 1809 und 1813–15 (123-147)
Karen Hagemann

Adam Müllers Berliner Kämpfe (148-185)
Heinz Dieter Kittsteiner

Deutsche Romantik und österreichische Außenpolitik 1806 bis 1829 (186-201)
Günther Kronenbitter

Im Schatten der Revolution. Friedrich Schlegels Konzept einer konservativen Wende (1820–1823) (202-226)
Wolfgang Müller-Funk

III. Gesellschaft und Kultur

Romantische KonvertitInnen. Religion und Identität in der Wiener Romantik (229-255)
Edith Saurer

„Krasse Sinnlichkeit und frömmelnde Tendenzen“. Wiener Salonszenen und Ansichten der Romantik (256-272)
Johann Sonnleitner

Zweimal Libussa (273-292)
Wolfgang Müller-Funk

IV. Bildende Kunst und Musik

Zwischen Naturwahrem und Kunstschönem. Einfluss und Entwicklung im frühromantisch-österreichischen Landschaftsbild (295-319)
Sylvia Kislinger

Der „blaue Ton“ auf Winterreise. Schubert und die Klangformen des Romantischen (320-331)
Rüdiger Görner

Paganini und das musikalische Theater der Bilder (332-350)
Hans Georg Nicklaus

Beethoven im romantischen Wien. Aspekte einer verweigerten Zeitgenossenschaft (351-358)
Peter Gülke

V. Literatur

„Über alle Vergleichung erhaben“: Euripides, Racine und Schlegel, gebrochen durch Heinrich Joseph von Collin (361-379)
Wendelin Schmidt-Dengler

Romantische und Wiener Komödie. Affinitäten und Divergenzen (380-400)
Johann Sonnleitner

Die „Eigenen“ und die „Fremden“ in den historischen Romanen der Caroline Pichler (401-420)
Wynfrid Kriegleder

Nikolaus Lenau. Zwischen Romantik und Moderne (421-430)
Hansgeorg Schmidt-Bergmann

VI. Naturwissenschaft

„Ausflüge in die Blumengefilde des Lebens“. Leopold Trattinnicks „Flora des österreichischen Kaiserthumes“ (433-449)
Marianne Klemun

Der Kristall. Tod und Perfektion in der romantischen Kultur (450-463)
Paola Giacomoni

Aspalter, Christian/Müller-Funk, Wolfgang/Saurer, Edith/Schmidt-Dengler, Wendelin/Tantner, Anton (Hg.): Paradoxien der Romantik. Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft in Wien im frühen 19. Jahrhundert. Wien: Wiener Universitätsverlag, 2006. 475 S. 39 Euro, ISBN 13: 978-3-85114-817-6, ISBN 10: 3-85114-817-7 [Homepage zum Buch]

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Otto Köhler rekapituliert den ganzen Schwachsinn, den deutsches und schweizer Feuilleton über die nun bei PapyRossa erschienene kurze Geschichte der Demokratie von Luciano Canfora verbreitet haben.