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Bentham Project

Die "Auto Icon" des ausgestopften Panopticon-Erfinders Jeremy Bentham konnte ich bei meinem Londonaufenthalt letzten September im University College bewundern, und beim Hören der Matrix-Sendung zu den Digital Humanities kam er mir wieder unter, diesmal in Form eines Berichts über seine zehntausenden hinterlassenen Manuskriptseiten, die im Rahmen des Bentham-Projects mittels Crowdsourcing transkribiert werden. Ob dieser Urphilister Jeremias Bentham, dies nüchtern pedantische, schwatzlederne Orakel des gemeinen Bürgerverstandes des 19. Jahrhunderts, dies Genie in der bürgerlichen Dummheit (Marx, Kapital, MEW Bd. 23, S. 636) wirklich soviel Aufwand verdient?

Bentham_AutoIcon-UCL
Otto Vervaart (Gast) - 2012/02/06 15:53

Und Marx statt Bentham

Wieso schlagen Sie nicht sofort ein crowdsourcing-Projekt vor für Marx, oder erinnern Sie sich vielleicht allzu peinlich an den Marx-Engels Werke-Industrie? Beim Bentham-Projekt wählt man nicht frei aus allen noch zu entziffern Papieren. Es ist durchaus möglich dass die wissenschaftliche Unterstützung letztendlich durchfallt weil man sich anderen Sachen widmen möchten als der Betreuung der Transkriptionen. Vielleicht stellt sich in der Tat heraus dass Bentham gewissermassen ein Konformist war, gerade weil er mehr sprengende Ideen und Essays nicht publiziert hat. War es tatsächlich bei Bentham "multa, sed non multum"? Keine retorische Frage!