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Samstag, 11. Februar 2012

Richard Schuberth zur Wiener Lebensart

Der SPÖ Wien liegt in ihrem Integrationspapier die Bewahrung der Wiener Lebensart am Herzen und selbstverständlich wird Deutsch als Allheilmittel zum gesellschaftlichen Aufstieg verordnet; kein Wunder, dass sie dafür Applaus von der FPÖ bekommt. Richard Schubert dazu im heutigen Standard: Eben diese zum Volkscharakter degenerierte Heuchelei, welche die SPÖ pittoresk vorlebt, ist das Wesen der Wiener Lebensart. International wird sie nicht im Geringsten geschätzt, und Zuwanderer daran zu hindern, sich ihr zu assimilieren, wird der nobelste Dienst sein, die wir dieser Stadt erweisen können.

Michael Scharang zur österreichischen Geschichte

Michael Scharangs Beitrag für das Presse-Spectrum ist nicht nur ein Artikel zum vergeblichen Aufstand der österreichischen ArbeiterInnen gegen den Austrofaschismus 1934, sondern zugleich ein großer Essay über die an Niedertracht reiche österreichische Geschichte der letzten Jahrhunderte.

Zur Geschichte der Lochkarte

Fürwahr sehr schön und lehrreich, die von Philipp Messner gestaltete Website Isotype, auf der sich ein Abschnitt nun auch mit der Lochkarte beschäftigt.

[via Hapke-Weblog]

Dath/Kirchner: Der Implex

Demnächst erscheint bei Suhrkamp das verheißungsvoll klingende Monumentalwerk von Dietmar Dath und Barbara Kirchner namens Der Implex. Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee. Anlass für den Freitag, mal nicht Dietmar Dath, sondern Barbara Kirchner zu porträtieren.

Dath, Dietmar/Kircher, Barbara: Der Implex. Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee. Berlin: Suhrkamp, 2012. [Verlags-Info]

Morgen wird alles besser: An dieser Parole erkennt man seit der Aufklärung die Anhänger des sozialen Fortschritts, während die der Finsternis bellen, daß früher alles besser gewesen sei. Die einen setzen auf Wissenschaft und Technik, damit Freiheit, Wohlstand, Bildung und Schönheit sich mehren, die anderen auf Tradition, Blut, Boden, Familie, Vaterland und sonstigen Urväterhausrat, damit alles nicht noch schlimmer werde, als es ohnehin schon ist.
Dieses Buch behauptet, daß jede Zeit, jede Handlung, jeder Gedanke tatsächlich mehr Möglichkeiten der Selbstverbesserung enthält, als man auf den ersten Blick sieht. Den inneren Zusammenhang dieser verborgenen Freiheitsgrade nennt das Buch »Implex«. Das Wort bezeichnet ein Modell, mit dem man erklären kann, wie Fortschritt in den Mühen tatsächlicher Menschen verwirklicht wird. Es macht verständlich, warum nur Epochen, die sich bestimmte Irrtümer erlauben, auch bestimmte Wahrheiten finden können, und es zeigt, daß die Aufklärung der Gegenwart Werkzeuge der Emanzipation vererbt hat, von denen sie selbst gar nichts wußte. Es verdeutlicht schließlich, was an dieser Lehre und anderen praktischen und theoretischen Hinterlassenschaften der historischen Linken wertvoll bleibt – bis heute.
Auf dem Weg zu diesen Resultaten unternimmt das Buch Reisen durch realistische Forschung und phantastische Kunst, stellt bekannte und unbekannte Revolutionen, Kriege, Formen des Unrechts und des Widerstands dar und öffnet die Sicht auf Zeitabschnitte, von denen gar nicht so leicht zu entscheiden ist, ob sie Zukunft sind, Vergangenheit oder Gegenwart.