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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Dienstag, 9. Dezember 2008

Kulturpreis der Münchener Universitätsgesellschaft an Mike Davis

Gestern bekam Mike Davis verdientermaßen den Kulturpreis der Münchener Universitätsgesellschaft überreicht; angekündigt hat dies die SZ bereits am Samstag, ich erfuhr's durch den Newsletter von Assoziation A, Mike Davis' deutschsprachigem Verleger. Vgl. auch die Meldung der Münchner Uni.

Montag, 8. Dezember 2008

Wechselseitige Hausnummerierung in Philadelphia, 1790

Dank Reuben Rose-Redwoods Artikel ist es nun möglich, die Einführung der wechselseitigen Hausnummerierung in den USA (also nach dem System gerade/ungerade) nachzuvollziehen: Demnach wurde das 1785 in Philadelphia von John Macpherson - Herausgeber des ersten Stadtadressbuch von Philadelphia - nach englischem Vorbild eingeführte System der Hufeisennummerierung schon bald als inadäquat erachtet, weswegen 1790 der US Marshal Clement Biddle im Rahmen einer Volkszählung die Häuser nach dem wechselseitigen System nummerieren ließ. (S.292) In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich dieses System in viele weitere US-Städte; 1856 wurde dann allerdings wieder ein neues System geschaffen, das block decimal system, bei dem für die Häuser jedes Häuserblocks einer Straße 100 Nummern reserviert wurden; es ist dieses System, das dann als Philadelphia System bekannt wurde. (S.300)

Rose-Redwood, Reuben S.: Indexing the great ledger of the community: urban house numbering, city directories, and the production of spatial legibility, in: Journal of Historical Geography, 34.2008, S. 286-310.
doi:10.1016/j.jhg.2007.06.003

Rose-Redwood zitiert folgende Literatur:

Alotta, Robert: Mermaids, Monasteries, Cherokees and Custer: The Stories Behind Philadelphia Street Names. Santa Monica 1990.

Biddle, Clement: The Philadelphia Directory. Philadelphia 1791.

Morbito, Joel: Physical and Social Implications of Street Naming and House Numbering Systems in Today’s Urban Environment, School of Urban Planning and Landscape Architecture. Michigan State University: unpublished master’s thesis, 1965.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Interview mit Neal Stephenson

SpON brachte ein Interview mit Neal Stephenson.

Donnerstag, 4. Dezember 2008

New York Times zur Hausnummerierung

Die Hausnummernforschung infiltriert auch die New York Times: Letzten Monat brachte sie einen Beitrag basierend auf Reuben Rose-Redwoods Forschungsergebnissen. Dank seines unlängst angezeigten Artikel lässt sich ja nun die Frühgeschichte der Hausnummerierung in den USA etwas besser in den Blick bekommen. Zur Zeit ist er übrigens Kluge-Fellow an der Library of Congress und hat gerade gestern dort einen Vortrag zum Thema Spaces of Calculation: Street Addressing and the Making of a Geo-coded World gehalten. Die Ankündigung lautete wie folgt:
Street addressing is one of the most basic strategies employed by governmental authorities to tax, police, manage, and monitor the spatial whereabouts of individuals within a population. Despite the central importance of the street address as a “political technology,” few scholars have examined the historical and contemporary practice of street addressing with respect to its broader social, political, and ontological implications. When, where, and why did the technique of house numbering historically emerge as a mechanism of spatial ordering? How did it come to be so taken-for-granted as part of everyday life in post-industrial societies? In this presentation, Kluge Fellow Reuben Rose-Redwood will explore the cultural and political history of street addressing in the United States, from the late eighteenth century to the present, including the recent shift from rural route and box numbering systems to 911 addresses. More than a mere technical device best left to postmasters and planning professionals, the spatial practice of street addressing is one of the fundamental mechanisms of the production of calculable space and is, in a more general sense, the socio-spatial equivalent to the mathematicization of nature that has dominated modern thought since the Enlightenment.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Ende des Hausnummernverwirrspiels in Oster und Wester

Laut Ahlener Zeitung war das Hausnummernsystem der Ochtruper Bauerschaften ein Verwirrspiel, womit nun Schluss sein soll, ab Anfang nächsten Jahrs gilt in Oster eine neue Hausnummernordnung, ausgetüftelt von Gerd Viefhues. Wenn ich das Foto richtig interpretiere, scheint es sich allerdings nicht um eine wechselseitige Nummerierung zu halten, die da eingeführt wird.

Dienstag, 2. Dezember 2008

Richard Schubert: 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus

Wurde letzte Woche in Wien präsentiert: Die Buchversion von Richard Schuberths verdienstvollen 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus, einer Artikelserie, die zuerst in der Straßenzeitung Augustin veröffentlicht wurde. Eine PDF-Fassung gibts bei Zitig, der Kauf des Buchs ist trotzdem Pflicht.

Schuberth, Richard: 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus. Wien: Turia + Kant, 2008. [Verlags-Info]

Montag, 1. Dezember 2008

Manzana-Nummerierung in Madrid

Dass in Madrid eine blockweise Nummerierung der Häuser 1750/1751 eingeführt wurde, wusste ich ja schon dank Charles E. Kanys Buch; was ich nicht wusste, ist, dass diese Nummerierung sich an manchen Häusern noch erhalten hat, wie zum Beispiel hier an der Real Academia de la Historia, C/ León, 21:

Madrid_Manzana-238-Nr1_CalledeLeon21_RealAcademiadeHistoria_1

Madrid_Manzana-238-Nr1_CalledeLeon21_RealAcademiadeHistoria_3

Manzana bezeichnet den Häuserblock, Casa das Haus innerhalb des Blocks. Und was die Abkürzung Visita G. anbelangt, so verschafft ein Blick in Isabel Geas Diccionario Enciclopédico de Madrid Aufklärung: Demnach wurde 1749 eine Llamada Visita General de Regalía de Aposento mit dem Ziel, die Steuereinhebung zu erleichten, durchgeführt; diese detaillierte Häuserbeschreibung ergab 557 Manzanas und 7049 Häuser. Die Kacheln mit den Nummern wurden 1765 angebracht.
Abgeschafft wurde die Manzana-Nummerierung 1834, als auf Vorschlag Ramón de Mesonero Romanos die wechselseitige Nummerierung eingeführt wurde. Und irgendwie scheint auch die Brandschutzversicherung ihre Finger im Spiel zu haben:

Madrid_CalledelCorreo4
Calle del Correo, 4

Madrid_CalleMayor75
Calle Mayor, 75

Gea, Isabel: Diccionario Enciclopédico de Madrid. Madrid: La Librería, 2002, S. 496, Lemma Numeración de las casas, S. 716, Lemma Visita General.

Kany, Charles E.: Life and Manners in Madrid 1750–1800. Berkeley: University of California Press, 1932, S. 44f.

Sonntag, 30. November 2008

Das Brünner Fragamt im Frühjahr 1760: Eine Identitätskrise? oder: Synonyme über Synonyme

Irgendwie scheint sich das Brünner Fragamt im Frühjahr 1760 in einer Identitätskrise zu befinden. Oder will der Verfasser des vom Fragamt herausgegebenen Intelligenzblatts nur besonders einfallsreich sein und Wortwiederholungen vermeiden? Das Intelligenzblatt, das seit Juli 1755 erscheint und seit Beginn des Siebenjährigen Kriegs auch viele politische Nachrichten bringt, heißt jedenfalls Wochentlicher Intelligenz-Zettel aus dem Frag-Amt der Kayserlich-Königlichen privilegirten Lehen-Bank zu unser lieben Frauen in Brünn.
Im März 1760 wird in einer Verkaufsanzeige erwähnt, dass die angebotene Ware – Bücher des Wiener Verlegers Trattner – im K.K. privilegirten Frag-Amt erworben werden können (3.4.1760, Nr.14); zwei Wochen später firmiert die Verkaufsstelle als Zeitungs-Comtoir (17.4.1760, Nr.16), wieder zwei Wochen später als K.K. privilegirte[s] Kundschafts-Amt (1.5.1760, Nr.18) und Ende Juni wird der Begriff Intelligenz-Amt (26.6.1760, Nr. 26) verwendet. Damit gibt es vier Bezeichnungen für dieselbe Institution: Fragamt, Zeitungscomptoir, Kundschaftsamt und Intelligenzamt. Fünf sind es, wenn in Rechnung gestellt wird, dass manchmal die Lehenbank – zu dieser gehört das Brünner Fragamt – als Ort bezeichnet wird, wo die angebotenen Waren – z.B. spanischer Tabak, Mailänder Reis, Schweizer Käse und auserlesene gute Bücher (27.3.1760, Nr.13) – erstanden werden können.

Wochentlicher Intelligenz-Zettel aus dem Frag-Amt der Kayserlich-Königlichen privilegirten Lehen-Bank zu unser lieben Frauen in Brünn, 1760.
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1760

Samstag, 29. November 2008

Reuben S. Rose-Redwood zur Hausnummerierung

Marco Cicchinis Beitrag entnehme ich gleich noch einen spannenden Literaturhinweis:

Rose-Redwood, Reuben S.: Indexing the great ledger of the community: urban house numbering, city directories, and the production of spatial legibility, in: Journal of Historical Geography, 34.2008, S. 286-310.
doi:10.1016/j.jhg.2007.06.003

Marco Cicchini über die Hausnummerierung in Genf

Wer sagt es, die Hausnummernforschung boomt: Bei der Tagung Circulation et Construction des Savoirs Policiers Européens (1650-1850) hält Marco Cicchini einen schon vorab im Web veröffentlichten Vortrag zum Thema La mode du numérotage des maisons au XVIIIe siècle. L'exemple genevois.
Erfreulicherweise beschränkt sich dieser Beitrag keineswegs auf Genf, und behandelt auch über das Lokale hinausgehende Fragestellungen, bis hin zur Frage der Nummerierung. [via Verdaten Klassifizieren Archivieren]

Freitag, 28. November 2008

Gratisabgabe von Seidenraupensamen im Brünner Fragamt, 1756

Viele Aktivitäten jenseits der Herausgabe des Intelligenzblatts und dem Verkauf von Waren scheint das Brünner Fragamt ja nicht zu übernehmen; immerhin, im März 1756 versucht es, sich in landwirtschaftlicher Wissensvermittlung zu betätigen: Im Wochentlichen Intelligenzzettel heißt es, dass nunmehr der Frühling und damit die Pflanzzeit eingetreten sei; wer nun die Sätzlinge für die an mehreren Orten eingeführte, so nützliche Röth-Plantage haben wolle, möge sich beim Fragamt anmelden und könne dort sofort den diesfälligen Verlag sowohl, als deren hier Landes zu Erzieglung derer so nutzlichen Seiden-Würmern, und hieraus erzeigenden Seide, zum Theil bereits versetzten Maulbeer-Bäumern, samt diesfällig-umständlichen Unterricht respectu beyderley Plantage (...) empfangen. (27.3.1756, Nr.13) Eine Woche darauf präzisiert das Fragamt, dass diese Sätzlinge unentgeltlich zu haben seien, und dass all diejenige, die bereits mit Erzieglung derer Seiden-Würmern beschäftigt waren oder ins künftige hierzu einen Lust bezeigen würden, im Fragamt gedachte[n] Seiden-Wurm-Saamen nach Maß deren zu pflegen habenden Bäumern gratis abgereichet bekommen. (3.4.1756, Nr.14)

Wochentlicher Intelligenz-Zettel aus dem Frag-Amt der Kayserlich-Königlichen privilegirten Lehen-Bank zu unser lieben Frauen in Brünn, 1756
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1756