User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7512 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Dienstag, 2. Dezember 2008

Richard Schubert: 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus

Wurde letzte Woche in Wien präsentiert: Die Buchversion von Richard Schuberths verdienstvollen 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus, einer Artikelserie, die zuerst in der Straßenzeitung Augustin veröffentlicht wurde. Eine PDF-Fassung gibts bei Zitig, der Kauf des Buchs ist trotzdem Pflicht.

Schuberth, Richard: 30 Anstiftungen zum Wiederentdecken von Karl Kraus. Wien: Turia + Kant, 2008. [Verlags-Info]

Montag, 1. Dezember 2008

Manzana-Nummerierung in Madrid

Dass in Madrid eine blockweise Nummerierung der Häuser 1750/1751 eingeführt wurde, wusste ich ja schon dank Charles E. Kanys Buch; was ich nicht wusste, ist, dass diese Nummerierung sich an manchen Häusern noch erhalten hat, wie zum Beispiel hier an der Real Academia de la Historia, C/ León, 21:

Madrid_Manzana-238-Nr1_CalledeLeon21_RealAcademiadeHistoria_1

Madrid_Manzana-238-Nr1_CalledeLeon21_RealAcademiadeHistoria_3

Manzana bezeichnet den Häuserblock, Casa das Haus innerhalb des Blocks. Und was die Abkürzung Visita G. anbelangt, so verschafft ein Blick in Isabel Geas Diccionario Enciclopédico de Madrid Aufklärung: Demnach wurde 1749 eine Llamada Visita General de Regalía de Aposento mit dem Ziel, die Steuereinhebung zu erleichten, durchgeführt; diese detaillierte Häuserbeschreibung ergab 557 Manzanas und 7049 Häuser. Die Kacheln mit den Nummern wurden 1765 angebracht.
Abgeschafft wurde die Manzana-Nummerierung 1834, als auf Vorschlag Ramón de Mesonero Romanos die wechselseitige Nummerierung eingeführt wurde. Und irgendwie scheint auch die Brandschutzversicherung ihre Finger im Spiel zu haben:

Madrid_CalledelCorreo4
Calle del Correo, 4

Madrid_CalleMayor75
Calle Mayor, 75

Gea, Isabel: Diccionario Enciclopédico de Madrid. Madrid: La Librería, 2002, S. 496, Lemma Numeración de las casas, S. 716, Lemma Visita General.

Kany, Charles E.: Life and Manners in Madrid 1750–1800. Berkeley: University of California Press, 1932, S. 44f.

Sonntag, 30. November 2008

Das Brünner Fragamt im Frühjahr 1760: Eine Identitätskrise? oder: Synonyme über Synonyme

Irgendwie scheint sich das Brünner Fragamt im Frühjahr 1760 in einer Identitätskrise zu befinden. Oder will der Verfasser des vom Fragamt herausgegebenen Intelligenzblatts nur besonders einfallsreich sein und Wortwiederholungen vermeiden? Das Intelligenzblatt, das seit Juli 1755 erscheint und seit Beginn des Siebenjährigen Kriegs auch viele politische Nachrichten bringt, heißt jedenfalls Wochentlicher Intelligenz-Zettel aus dem Frag-Amt der Kayserlich-Königlichen privilegirten Lehen-Bank zu unser lieben Frauen in Brünn.
Im März 1760 wird in einer Verkaufsanzeige erwähnt, dass die angebotene Ware – Bücher des Wiener Verlegers Trattner – im K.K. privilegirten Frag-Amt erworben werden können (3.4.1760, Nr.14); zwei Wochen später firmiert die Verkaufsstelle als Zeitungs-Comtoir (17.4.1760, Nr.16), wieder zwei Wochen später als K.K. privilegirte[s] Kundschafts-Amt (1.5.1760, Nr.18) und Ende Juni wird der Begriff Intelligenz-Amt (26.6.1760, Nr. 26) verwendet. Damit gibt es vier Bezeichnungen für dieselbe Institution: Fragamt, Zeitungscomptoir, Kundschaftsamt und Intelligenzamt. Fünf sind es, wenn in Rechnung gestellt wird, dass manchmal die Lehenbank – zu dieser gehört das Brünner Fragamt – als Ort bezeichnet wird, wo die angebotenen Waren – z.B. spanischer Tabak, Mailänder Reis, Schweizer Käse und auserlesene gute Bücher (27.3.1760, Nr.13) – erstanden werden können.

Wochentlicher Intelligenz-Zettel aus dem Frag-Amt der Kayserlich-Königlichen privilegirten Lehen-Bank zu unser lieben Frauen in Brünn, 1760.
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1760

Samstag, 29. November 2008

Reuben S. Rose-Redwood zur Hausnummerierung

Marco Cicchinis Beitrag entnehme ich gleich noch einen spannenden Literaturhinweis:

Rose-Redwood, Reuben S.: Indexing the great ledger of the community: urban house numbering, city directories, and the production of spatial legibility, in: Journal of Historical Geography, 34.2008, S. 286-310.
doi:10.1016/j.jhg.2007.06.003

Marco Cicchini über die Hausnummerierung in Genf

Wer sagt es, die Hausnummernforschung boomt: Bei der Tagung Circulation et Construction des Savoirs Policiers Européens (1650-1850) hält Marco Cicchini einen schon vorab im Web veröffentlichten Vortrag zum Thema La mode du numérotage des maisons au XVIIIe siècle. L'exemple genevois.
Erfreulicherweise beschränkt sich dieser Beitrag keineswegs auf Genf, und behandelt auch über das Lokale hinausgehende Fragestellungen, bis hin zur Frage der Nummerierung. [via Verdaten Klassifizieren Archivieren]

Freitag, 28. November 2008

Gratisabgabe von Seidenraupensamen im Brünner Fragamt, 1756

Viele Aktivitäten jenseits der Herausgabe des Intelligenzblatts und dem Verkauf von Waren scheint das Brünner Fragamt ja nicht zu übernehmen; immerhin, im März 1756 versucht es, sich in landwirtschaftlicher Wissensvermittlung zu betätigen: Im Wochentlichen Intelligenzzettel heißt es, dass nunmehr der Frühling und damit die Pflanzzeit eingetreten sei; wer nun die Sätzlinge für die an mehreren Orten eingeführte, so nützliche Röth-Plantage haben wolle, möge sich beim Fragamt anmelden und könne dort sofort den diesfälligen Verlag sowohl, als deren hier Landes zu Erzieglung derer so nutzlichen Seiden-Würmern, und hieraus erzeigenden Seide, zum Theil bereits versetzten Maulbeer-Bäumern, samt diesfällig-umständlichen Unterricht respectu beyderley Plantage (...) empfangen. (27.3.1756, Nr.13) Eine Woche darauf präzisiert das Fragamt, dass diese Sätzlinge unentgeltlich zu haben seien, und dass all diejenige, die bereits mit Erzieglung derer Seiden-Würmern beschäftigt waren oder ins künftige hierzu einen Lust bezeigen würden, im Fragamt gedachte[n] Seiden-Wurm-Saamen nach Maß deren zu pflegen habenden Bäumern gratis abgereichet bekommen. (3.4.1756, Nr.14)

Wochentlicher Intelligenz-Zettel aus dem Frag-Amt der Kayserlich-Königlichen privilegirten Lehen-Bank zu unser lieben Frauen in Brünn, 1756
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1756

Donnerstag, 27. November 2008

Auch ein Ehrenamt: Hausnummerntaskforce in Lohr

Laut Tagesspiegel träumt ja Bernhard Wittstock - Herr über die Hausnummer in Berlin-Mitte - von einem Nummernkommando, Menschen also, die nach draußen gehen und {Haus}Nummern überprüfen.
Wittstock verwirft diesen Traum; in der Stadt Lohr am Main wurde er vor kurzem Wirklichkeit, wie die Mainpost berichtet. Ermöglicht wurde dies durch die Lohrer Ehrenamtsbörse: Etwa zwei Dutzend Freiwillige sind die Straßen, Gassen und Plätze Lohrs abgelaufen. Das Ergebnis ist so erschreckend, wie es der Initiator der Aktion, Joachim Salzmann, befürchtet hatte. (...) „Wenn wir davon ausgehen, dass im Durchschnitt in jedem Haus vier Personen leben, wären nach der Auswertung der Hälfte des Stadtgebiets bereits 1800 Personen gar nicht oder erst mit Verzögerung zu finden“, gibt Joachim Salzmann zu bedenken.

Vgl. dazu auch die Ankündigung der Aktion im Lohrer Echo.

Mittwoch, 26. November 2008

Michael Hagner zur Sprache der Geisteswissenschaften

Durchaus lesenswert: Die letztes Wochenende in der NZZ abgedruckte, leicht gekürzte Fassung der Dankesrede Michael Hagners zur Verleihung des Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa Über die Sprache der Geisteswissenschaften und die Mühe, die sie wert ist. Die ungekürzte Fassung (PDF) sollte demnächst ist nunmehr auf der Homepage des Freud-Preises nachzulesen sein.

Dienstag, 25. November 2008

Workshop Intermediaries in labour relations from pre-industrial societies to the XXth century, Brüssel 5.12.2008

Gestern über H-SOZ-U-KULT ausgeschickt: Das Programm des am 5.12.2008 in Brüssel stattfindenden Workshops Intermediaries in labour relations from pre-industrial societies to the XXth century. Ich werde dort einen Vortrag über Early Modern “Registry Offices” as Employment Agencies halten, mein Abstract lautet:

The early modern towns get still more confused, chaotic and complicated; it requires a number of difficult measures and facilities to make them usable for its inhabitants and for foreign visitors. One of these facilities are the so called “registry offices” or “address bureaus”, founded in the 17th and 18th century. The most fa-mous of them is Théophraste Renaudot’s Bureau d’adresse that exists in Paris from 1630 to 1643. In Lon-don Samuel Hartlib fails with his plan to found an Office of Publick Addresse, but his compagnon Henry Rob-inson succeeds in installing a short-lived Office of Address for Accomodations in 1650, followed by many other Offices of enteries, Offices of Intelligence or Places of Encounters. In the Habsburg Monarchy these bureaus are called Frag- und Kundschaftsämter, in German and Danish territories Adress-Comptoirs or Intel-ligenzbüros, in Switzerland Berichthäuser. Most of these offices publish their proper news papers; all act as intermediaries between supply and demand, as address and information brokers and take over some of the functions of traditional relation networks, such as employment agency, pawn shop, sales office or credit award.
In my paper I want to present first results of my “Habilitations-Projekt” funded by the Austrian FWF about the Early Modern registry offices in Europe; the aim of this project is to trace their different functions and to ask how successful registry offices were in professionalizing cultural every day-practices. One of my main thesis is that they can be regarded as precursors of today’s search engines. In my presentation I particulary want to stress the function of the registry offices as employment agencies competing with guilds and other traditional brokers of labour such as the so called “Zubringerinnen”, i.e. women who placed domestic ser-vants; I would also like to analyze the debate about the placement of women, which was very controversial.


#FragamtWien

Montag, 24. November 2008

Leading Nation

Über die klandestine Massenabschiebung, die von Wien aus letzten Freitag stattfand, berichtet Afrikanet und der Online-Auftritt der Tageszeitung Österreich.
Nur im Luxemburger Wort ist dazu folgendes zu lesen: Während des Fluges soll es Raufereien und Schlägereien gegeben haben, Flugzeugsitze seien mit Blut beschmiert gewesen

Was den "Schub", also das Deportieren unerwünschter Menschen betrifft, hat ja Wien eine jahrhundertlange Tradition, man lese die einschlägigen Kapitel in: Heindl, Waltraud/Saurer, Edith (Hg.): Grenze und Staat. Paßwesen, Staatsbürgerschaft, Heimatrecht und Fremdengesetzgebung in der österreichischen Monarchie 1750-1867. Wien/Köln/Weimar: Böhlau, 2000.

Philosophische Brocken zu Vor Google-Symposion

Schon vorletzte Woche sendete Radio Orange in der Reihe Philosophische Brocken den Teil 1 einer von Katharina Winger und Sarah Pritz gestalteten Sendung über unser Vor Google-Symposion. Ebendieser Teil wird am kommenden Mittwoch nun von Radio Helsinki (26.11.2008, 11-12 h) ausgestrahlt; knapp danach sendet Radio Orange dann Teil 2 (26.11.2008, 13-14 h).
Wer daran interessiert ist, das ganze Live-Verfolgen oder Mitschneiden aber für zu stressig hält, sei getröstet: Die Beiträge sollten demnächst auch in der Philosophischen Audiothek downloadbar sein.

Update: Nun sind beide Teile online: Teil 1, Teil 2

Sonntag, 23. November 2008

Tagesspiegel zur Hausnummerierung

Im Berliner Tagesspiegel gibt es heute anlässlich Bernhard Wittstocks Hausnummern-Werk einen längeren Artikel, in dem ein paar Wortspenden auch von mir sind.
Mal abgesehen davon, dass Carl von Linné zu einem Peter Lenné wurde, ist es mir selbstredend ein Anliegen klarzustellen, dass die Gemeinde der HausnummernforscherInnen nicht nur aus Bernhard Wittstock und mir besteht: Denn da gibt es ja nun mal seit kurzem Hartmut Nolte, dann in Düsseldorf Heike Blumreiter und in Augsburg Wilfried Matzke. Und dem Vernehmen nach lebt in Paris noch die verdienstvolle Jeanne Pronteau, die bereits 1966 Les Numérotages des Maisons de Paris du XVe Siècle à nos Jours verfasste.