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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Freitag, 30. September 2005

Alte Kulturtechniken und Plagiate

Stefan Weber - er war der Betroffene des in einem älteren Blogeintrags genannten Plagiatfalls, vgl. auch Peter Pleners Beiträge im Kakanien-Editor-Blog - macht sich in Telepolis Gedanken über den Wandel der Wissenskultur durch Netzplagiate und das Google-Wikipedia-Monopol; irgendwie hat der Artikel doch einen kulturpessimistischen Zungenschlag, dem ich mich nicht anschliessen kann. Und überhaupt, von wegen korrektes Zitieren; Weber schreibt: In einem Weblog wurde vorgeschlagen, eine Lehrveranstaltung "Einführung in alte Kulturtechniken" in die Lehrpläne aufzunehmen. Darunter fielen dann Dinge wie: mit der Hand schreiben, Texte genau lesen, in realen Bibliotheken recherchieren. Er hätte schon anmerken können, dass es sich dabei um einen auf dem Sinnhaft-Weblog geposteten Kommentar von Thomas Jöchler handelte. Oder müssen Plagiatsforscher nicht korrekt verlinken? Was den Vorschlag selbst betrifft, na, ich weiss nicht; ich denke auf jeden Fall, dass die akademische Lehre davon auszugehen hat, dass Google und Wikipedia nun mal (und vollkommen zu Recht) die Einstiegspunkte für jede Recherche sind; es wird in Zukunft eben darum gehen, die erhaltenen Ergebnisse zum einen bewerten zu können und zum anderen klarzustellen, dass es sich eben nur um Einstiege handelt: Wissenschaftliche Arbeit beginnt damit und definiert sich dadurch, dass sie auch andere Ressourcen, insbesondere bibliographische Datenbanken sowie gegebenenfalls weitere Offline-Medien einbezieht.

Donnerstag, 29. September 2005

Requiem auf den Overhead-Projektor

Das finde ich aber nett: In Kopenhagen findet am 1.10. ein Festival zu Ehren des Overhead-Projektors statt, einem angeblich schon vergessenen Medium, das allerdings bei Präsentationen gerade von HistorikerInnen immer noch zum Einsatz kommt. Mit von der Partie sind auch zwei Österreicher: Austrian performance artists Oliver Hangl and Johannes Grenzfurthner, frontman of artist group 'monochrom' team up for a short pop-performance paying tribute to a dying media. Each of them well equipped with an overhead machine, they sing the praises to an apparatus standing for knowledge and harmony, visualizing its possible uses and abuses in the past and the future - a crispy pop song depicting the magic and loss, mixing nostalgia, individual memories and - last but not least - hope, a somewhat ambiguous farewell to the overhead!
Alle Infos unter http://www.overheads.org/ [via Kulturwissenschaftliche Technikforschung]

Deutsche Übersetzung der venezolanischen Verfassung

Laut Auskunft von André Scheer geht die deutsche Übersetzung der Verfassung Venezuelas dieser Tage in den Druck und wird im November offiziell präsentiert werden. Herausgeber sind das Netzwerk Venezuela sowie die Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela in Deutschland; einige Exemplare der Verfassung werden auch nach Österreich geschickt und können dann bei der venezolanischen Botschaft in Wien bezogen werden; alternativ dazu ist ein Bezug über den Neue Impulse Verlag in Essen möglich, in dem auch ein Buch Scheers über den politischen Prozess in Venezuela erschienen ist. Weitere Informationen über die Übersetzung der Verfassung sollen demnächst auf Netzwerk Venezuela zu finden sein.

Mittwoch, 28. September 2005

Barbara Holland-Cunz zur so genannten Wissensgesellschaft

Gestern am IWM: Ein Vortrag der Politikwissenschafterin Barbara Holland-Cunz zum Thema Ist die Wissensgesellschaft eine Utopie des 21. Jahrhunderts? Gewiss, man kann der Referentin vorwerfen, den Begriff Diskurs etwas inflationär verwendet zu haben, noch dazu, wo sie keine richtige Diskursanalyse vorgelegt hat, anregend war der Vortrag aber allemal: Sie stellte das Gerede vorwiegend männlicher Wissenschafter über die so genannte Wissensgesellschaft vor, das zumeist im Ton nüchterner Vorfreude vorgetragen werde und eine der wenigen optimistischen Utopien des 21. Jahrhunderts sei; von der CDU bis hin zu den deutschen wie österreichischen Grünen reiche, so der Befund Holland-Cunzs, der positive Bezug auf dieses Konzept, das ihrer Ansicht doch nur ein schöner Schein sei, der sich über die neoliberale Zurichtung des einzelnen zum homo oeconomicus lege. Kommentiert wurde der Vortrag von Michaela Sburny, Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und Wirtschaftssprecherin der Grünen; im Gegensatz zu Holland-Cunz nahm sie auf das Konzept der Wissensgesellschaft positiv Bezug (PolitikerInnen seien ihrer Ansicht nach überhaupt dazu da, positiv zu sein, brrr) und war zu keinem kritischen Gedanken fähig.

Barbara Holland-Cunz hat soeben ein Buch zur Analyse der Wissensgesellschaft vorgelegt:

Holland-Cunz, Barbara: Die Regierung des Wissens. Wissenschaft, Politik und Geschlecht in der "Wissensgesellschaft". Leverkusen/Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2005. [Verlagsinfo (PDF)]

Dienstag, 27. September 2005

Gilgamesch-Epos in neuer Übersetzung

Eine von Stefan M. Maul erstellte neue Übersetzung des Gilgamesch-Epos wird in der NZZ positiv rezensiert:

Das Gilgamesch-Epos. Neu übersetzt und kommentiert von Stefan M. Maul. München: C. H. Beck, 2005.

Montag, 26. September 2005

Augsburger Religionsfrieden im ND

Die nach Eigendefinition sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland ist nun wirklich nicht das erste Medium, dass einem bei Publikationsorganen zu frühneuzeitlichen Themen einfällt; in der aktuellen Wochenendausgabe gab's dafür von Günter Vogler, Verfasser zweier als UTB erschienenen Überblicksdarstellungen zur deutschen bzw. europäischen Geschichte der Frühen Neuzeit, einen Beitrag zum Augsburger Religionsfrieden. Liest sich durchaus solide, könnte aber genauso gut auch im Feuilleton der FAZ oder der NZZ stehen; bei dem Publikationsort häte man sich ja schon erwarten können, dass alternative oder marxistische Deutungsversuche gewagt werden.

Sonntag, 25. September 2005

Land of the Dead

Gar köstlich fand ich George Romeros Zombiefilm Land of the Dead: Es splattert, was das Zeug hält, die Zombies sind lernfähig und den paar verbliebenen Menschleins in ihrer Gated Community Fiddler's Green ergeht es gar nicht gut, denn die Zombies machen Revolution. Sozialkritik mit dem Holzhammer, höchste Empfehlung! (offizielle Homepage, Besprechung bei Telepolis)

Samstag, 24. September 2005

Josephinismus-Tagung

Nächste Woche (27./28.9.2005) findet im Französischen Kulturinstitut in Wien eine Tagung zum Josephinismus statt. Das Programm ist auf der Homepage der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts abrufbar.

Freitag, 23. September 2005

Ein Bierpapst als Rassist

Hat wohl zuviel Bier erwischt: Conrad Seidl verteidigt im heutigen Standard die von der noch im Amt befindlichen österreichischen Bundesregierung geplante Erschwerung der Einbürgerung. Und verwendet dabei das Argument, dass nach Österreich bisher genau die falschen Ausländer kommen. Nämlich die, die nur zweite Wahl sind, hier sozialschmarotzen wollen bzw. es sich auf der sozialen Hängematte bequem machen. Unsäglich, sowas habe ich bislang nur von ausgewiesenen Rassisten gehört bzw. in Nazi-Zeitungen gelesen, nicht aber in einem Medium, das sich als liberales Qualitätsblatt verkauft. Hier wäre wohl ein Berufswechsel angesagt: Seidl als Kommentator in der Kronenzeitung, das wäre doch was?

Joseph Daniel von Hubers Vogelschauplan von Wien, 1785

huber

Knapp nach der in Wien durchgeführten Hausnummerierung (1770/71) erstellte der Militärkartograph Joseph Daniel von Huber (1730/31-1788) einen Vogelschauplan von Wien und seinen Vorstädten, auf dem auch die neu vergebenenen Hausnummern - die Konskriptionsnummern - verzeichnet waren; 1785 veröffentlichte Huber eine neue Version des Plans, der diesmal nur die Innenstadt umfasste. Ein Exemplar des Plans hat sich in der Sammlung Woldan der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erhalten und wurde nun eingescannt; die CD mit den Images kann um wohlfeile 5 Euro in der Bibliothek der Akademie (Wien 1, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2; E-Mail bibliothek@oeaw.ac.at) erworben werden. Der obige Ausschnitt zeigt einen Teil der Naglergasse; auf den Dächern sind die Hausnummern eingetragen.

Siehe auch:
http://adresscomptoir.twoday.net/stories/14672646/
http://adresscomptoir.twoday.net/stories/219046159/

Donnerstag, 22. September 2005

Chuck Palahniuks letztes Protokoll

Literaturkritik.de rezensiert Chuck Palahniuks letztes Buch; der Rezensent ist begeistert: Die Wut und das aufbrausende Moment, die in "Fight Club" noch omnipräsent waren, sind in "Das letzte Protokoll" gänzlich der Resignation und der nihilistischen Einsicht gewichen, dass jedes Bemühen, eine Veränderung herbeizuführen, schlussendlich scheitern muss; wenn es keine Stagnation gibt, liegt dies nur daran, dass alles den Bach runtergeht, das Individuum genauso wie seine Umgebung. Hoffnungslosigkeit, Desillusion und die Gewissheit, dass sich nie irgendetwas ändern wird, prägen "Das letzte Protokoll" und lassen es zu einem so beklemmenden wie großartigen Roman werden.

Palahniuk, Chuck: Das letzte Protokoll. Roman. München: Goldmann, 2005.

Mittwoch, 21. September 2005

Politische Anmerkungen des Hofkriegsrates, 1770-1771

Hochedlinger/Tantner Hg: Politische Anmerkungen Lange, sehr lange hat es gedauert von der Abgabe des Manuskripts bis zum Erscheinen, nun ist sie aber endlich lieferbar: Eine von Michael Hochedlinger und mir herausgegebene Edition der Politischen Anmerkungen des Hofkriegsrates zur sozialen Lage in den Ländern der Habsburgermonarchie 1770-1771. Faszinierende Texte sind es, von den Militärs verfasst, während sie durch die Dörfer und Städte der Monarchie zogen, um eine Seelenkonskription, also eine Volkszählung zur Vorbereitung eines neuen Rekrutierungssystems durchzuführen. Diese Dokumente können als ein wichtiger Ausgangspunkt der josephinischen Reformen betrachtet werden und zeugen von einer (schwarzen) Utopie, die ich militärischen Wohlfahrtsstaat nenne (vgl. dazu meinen Beitrag in dem Kritische Geschichte-Sammelband).

Hochedlinger, Michael/Tantner, Anton (Hrsg.): "... der größte Teil der Untertanen lebt elend und mühselig". Die Berichte des Hofkriegsrates zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Habsburgermonarchie 1770-1771. (=Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs; Sonderband Nr.8). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2005. LXXVI+184 S.
ISBN 3-7065-4154-8 (Inhaltsverzeichnis, Verlags-Info, KVK, ÖVK, Amazon, VLB)