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Dienstag, 16. Oktober 2007

Zwei Analysen zur Transformation der Universitäten in Unternehmen

Der neoliberale Umbau der österreichischen und deutschen Universitäten zu Unternehmen mit Wissensbilanzen, change management und verschulten Studienplänen schreitet ohne nennenswerten Widerstand voran; wenigstens gibt es an manchen Orten die kritische Analyse dessen, was geschieht. So zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe von konkret (10/2007, S.22f); Magnus Klaue beschreibt darin die Folgen für die Studierenden: Eine Erfahrung durchleben alle Studierenden: daß sie vor allem Verwaltungsgegenstand sind. Die autonomen Seminare und Projekttutorien, über deren esoterische Themen man sich früher lustig machen konnte, sind vergessen. An freiwillige Lektüre jenseits des Seminarplans ist kaum zu denken. Kompensiert wird dieser Verlust geistiger Erfahrungsmöglichkeiten durch PR-Schnickschnack. Und für die wenigen wissenschaftlichen MitarbeiterInnen, die nicht durch Lehre zugeschüttet sind, sieht die Situation nach Klaue folgendermaßen aus: Aber auch die Forschungsexzellenzen sind nicht viel besser dran. Sie müssen sich permanent neue Projektanträge und Projektverlängerungsbegründungen ausdenken, wenn sie überleben wollen, und können sich neben der Organisation von Tagungen und der Redaktion von Sammelbänden ihren eigenen Erkenntnisinteressen nur am Rande widmen. "Große Bücher" werden daher, wie Gustav Seibt jüngst zu Recht in der "SZ" moniert hat, inzwischen hauptsächlich von Emeritierten und Privatgelehrten geschrieben. Ansonsten dominiert die geistige Loseblattsammlung.
Eine weitere kritische Analyse liefert übrigens Heiner Keupp mit dem Artikel Unternehmen Universität. Vom Elfenbeinturm zum Eventmarketing in der aktuellen Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik.