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adresscomptoir - 2015/06/24 11:36
Herzlichen Glückwunsch!...
Herzlichen Glückwunsch! Auf die nächsten...
goncourt (Gast) - 2015/06/24 11:28
Varoufakis GratisDownload
Varoufakis hat die Veröffentlichung der Neuauflage...
gebattmer - 2015/02/15 19:19

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Zuletzt aktualisiert: 2015/08/22 10:54

Credits

Kontrolle

Dienstag, 30. Juni 2015

Bawabs in Ägypten: Der Pförtner als Kontrollinstanz

Dieser Beitrag im Standard letzten Samstag hat mir gut gefallen: Astrid Frefel berichtete über die ägyptischen Bawabs, Hausmeister, die gleichermaßen dienstbare Geister und Instanzen der Überwachung sind.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Vom Kampf gegen die Straßenlaternen

Im Moment Print only: In der aktuellen Ausgabe des Augustin (Nr.390, 13.5.2015, S. 22) gibt es - inspiriert vom famosen Revoluzzer/Lampenputzer-Song des Stimmgewitters - einen Artikel von mir zum Kampf wider die Erleuchtung. Kaufet und leset also den Augustin!

Samstag, 14. März 2015

Ö1-Diagonal über Edward Snowden

Heute auf Ö1-Diagonal (14.3.2015, 17:05-19:00):

Zur Person Edward Snowden. Whistleblower, Held und Verräter.
Präsentation: Ines Mitterer

Er hatte gut verdient, einen, wie er selbst sagt, "komfortablen Job" und ein Haus auf Hawaii. Das alles hat er vor zwei Jahren aufgegeben, als er einem Journalisten und einer Dokumentarfilmerin erzählte, woran er gearbeitet hatte: an Programmen zur weltweiten Überwachung der Internet-Kommunikation im Auftrag des US-amerikanischen Geheimdienstes NSA.

Seitdem ist Edward Snowden auf der Flucht, und dass er sich ausgerechnet in Putins Russland aufhält, wird ihm von vielen angekreidet - doch mehr als ein Dutzend westliche Staaten wollten ihm kein Asyl gewähren, und Ecuador, das dazu bereit gewesen wäre, wurde von den USA mit dem Entzug von Handelserleichterungen bedroht. Die Freie Universität Berlin hat ihn zu ihrem Ehrenmitglied gemacht, er hat den Alternativen Nobelpreis und die Carl-von-Ossietzky-Medaille erhalten, doch für den Wiener Mathematiker Rudolf Taschner ist er der "Heiland der notorischen Amerika-Hasser".

"Diagonal" zeichnet nach, was in den vergangenen zwei Jahren über die weltweiten Überwachungssysteme bekannt geworden ist, beschreibt, wie der investigative Journalismus bedroht ist und würdigt die Rolle von Whistleblowern.

Inhaltsverzeichnis

Sammler und Jäger
Diese Woche ist bekannt geworden, dass die National Security Agency auch österreichische UPC Kunden mit chello.at-Mail-Adresse im Visier hatte oder hat. Das sind mehr als 400.000 Internetkunden in Österreich, deren Daten jetzt in den riesigen Speichern der NSA gelandet sind und dort gelagert werden bis zum Sanktnimmerleinstag. Die NSA interessiert sich also bei uns nicht nur für internationale Einrichtungen wie die OPEC oder die Atomenergiebehörde - was wir schon aus Snowden-Dokumenten erfahren haben - sondern auch für Sie und mich. Sonja Bettel schildert die Tragweite der Snowden-Enthüllungen bis heute.

"Ich bin eine Hauskatze"
Das sagt Ed Snowden über sich. Und das ist auch gut so. Sonst würde der derzeit im russischen Exil lebende Whistleblower wohl seinen Auslauf vermissen. Snowdens Spielraum ist klein: Er hat keinen Pass, darf nicht ausreisen und schon gar nicht nach Hause, wo ihn ein Prozess und wohl einige Jahrzehnte Haft erwarten würden. Aufgeben werde er deswegen nicht, hat er sich vorgenommen. Er lernt schon einmal russisch. Wie Snowden Russland und Russland Snowden sieht, berichtet von dort Christian Lininger.

Ich weiß, ich weiß, was du nicht weißt!
... darf aber nicht sagen, von wem. Whistleblower bleiben aus gutem Grund anonym. Sie können so gut wie nirgends auf dieser Welt auf einen fairen Prozess hoffen. Ihr Sprachrohr sind Journalisten. Bei Snowden waren das Glenn Greenwald vom britischen "Guardian" und die Filmemacherin Laura Poitras. Wie können aber Journalisten ihre Quellen schützen? Schlecht bis gar nicht, weiß Tanja Malle - vor allem wenn es um Fragen "nationaler Sicherheit" geht.

Gut gepfiffen, Löwe
Geheimdienste haben es naturgemäß nicht gerne, wenn ihre Geheimnisse ans Tageslicht kommen. Sollte es jemanden also einfallen, auf Missstände innerhalb der "Organisation" aufmerksam machen zu wollen, dann wehe ihm oder ihr. Statt diejenigen, denen unsere Privatsphäre so egal ist wie nur, trifft die Härte des Gesetzes dann oft die Whistleblower. Im übelsten Fall landen sie jahrzehntelang im Gefängnis. Doch selbst, wenn sie davonkommen, ist der psychische Druck so groß, dass Leben daran zugrunde gehen können, wie zwei britische Whistleblower Sonja Bettel erzählt haben.

Jedem sein Geheimpapier
Seit Snowdens Enthüllungen machen inzwischen doch auch einige Privatpersonen und Firmen das, was früher nur Organisationen gemacht haben, die über Hochvertrauliches kommuniziert haben: Sie verschlüsseln ihre Nachrichten. Sie, ja Sie können ihren E-Mail-Verkehr für die NSA uneinsehbar machen, genauso wie Ihre Spuren im WWW verschwinden lassen. Das klingt nicht nur attraktiv, das stärkt auch die Zivilgesellschaft. Tanja Malle erklärt, warum.

Kleinmöbel und Musik
Günter Hack, Autor, Journalist und früher Leiter der ORF Futurezone, erklärt in einem Studiogespräch, warum er die Netzutopie der glücklichen Internetfrühzeit für gescheitert hält, das World Wide Web aber trotzdem einfach "schön" ist; Robert Rotifer macht sich in London ein Bild über die von der Regierung angeordnete Zerstörung der Festplatten beim "Guardian", auf denen die Informationen von Edward Snowden gespeichert waren; und Tanja Malle war damals am Flughafen in Schwechat dabei, als die USA das Präsidentenflugzeug von Evo Morales zum Landen zwangen, weil sie vermuteten, er hätte einen blinden Passagier namens Snowden an Bord.

Gestaltung: Ines Mitterer

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Herwig/Tantner: Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft als E-Book

Laut Verlag ist es nun auch über dessen Homepage als E-Book erhältlich, demnächst dann wohl auch für Kindle und in anderen Shops:

Herwig, Jana/Tantner, Anton: Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft. (=Wiener Vorlesungen im Rathaus; 177). Wien: Picus, 2014.
http://www.picus.at/4DCGI/moreinfo/s=A3ADED3D268C41FC9BD5A7912962EF0421FA2ACE/l=1/10342/x=0/w=1/c=27/sc=59/p=67110864

HerwigTantner_WurzelnKontrollgesellschaft_Picus_2014

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Neu erschienen: Herwig/Tantner: Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft

HerwigTantner_WurzelnKontrollgesellschaft_Picus_2014
Nun halte ich es auch als Papierbüchlein in den Händen:

Herwig, Jana/Tantner, Anton: Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft. (=Wiener Vorlesungen im Rathaus; 177). Wien: Picus, 2014. ISBN 978-3-85452-577-6, 56 Seiten, 8,90 Euro, Verlagsinfo, Bestellung als E-Book

Verlagstext:
Was heute Geheimdiensten Backdoor zum Zugriff auf die Server der Internetkonzerne ist, waren in der Frühen Neuzeit die auf Papier basierenden Aufschreibesysteme sowie klassische Formen der persönlichen Kontrolle. Jana Herwig und Anton Tantner enthüllen die Daten als neu entdeckten Rohstoff der digitalen Ära, dessen Ausbeutung im 21. Jahrhundert allmählich Fahrt aufnimmt.

Reminder: Eine Präsentation des Büchleins findet am Donnerstag, 30.10.2014 um 19 Uhr im Literaturbuffet Lhotzky (Rotensterngasse 2, 1020 Wien) statt: http://www.literaturbuffet.com/zu-den-historischen-wurzeln-der-kontrollgesellschaft/

Montag, 13. Oktober 2014

Buchpräsentation "Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft", 30.10.2014

Dieser Tage erscheint bei Picus das Bändchen "Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft", die schriftliche Version meiner letzten November gehaltenen Wiener Vorlesung mit Kommentar von Jana Herwig.

Eine Präsentation gibt es Ende Oktober im geschätzten Literaturbuffet Lhotzky:

Zeit: Donnerstag, 30.10.2014, 19.00 Uhr
Ort: Lhotzkys Literaturbuffet, Rotensterngasse 2, 1020 Wien (U2 Station Taborstraße)

http://www.literaturbuffet.com/zu-den-historischen-wurzeln-der-kontrollgesellschaft/

Jana Herwig und Anton Tantner präsentieren: "Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft"

Was heute Geheimdiensten Backdoor zum Zugriff auf die Server der Internetkonzerne ist, waren in der Frühen Neuzeit die auf Papier basierenden Aufschreibesysteme sowie klassische Formen der persönlichen Kontrolle. Jana Herwig und Anton Tantner enthüllen die Daten als neu entdeckten Rohstoff der digitalen Ära, dessen Ausbeutung im 21.Jahrhundert allmählich Fahrt aufnimmt.

Jana Herwig ist Medienwissenschafterin. In ihrem Dissertationsprojekt erforscht sie die Möglichkeiten und Paradoxien der »digitalen Berührung« und koreferiert Antons Tantners Beitrag aus datenkritischer Perspektive.

Anton Tantner ist Historiker und Privatdozent für Neuere Geschichte an der Universität Wien. Veröffentlichungen u.a. »Vor Google. Eine Mediengeschichte der Suchmaschine im analogen Zeitalter« (Hg. gemeinsam mit Thomas Brandstetter und Thomas Hübel, 2012).

Jana Herwig und Anton Tantner
Zu den historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft
Wiener Vorlesungen Band 177
56 Seiten, Picus, EUR 8,90

Donnerstag, 8. Mai 2014

FAZ zur Geschichte der Identitätssysteme

In der FAZ-Printausgabe (6.5.2014, S.15) berichteten letzten Dienstag Christoph Engemann und Stefan Schulz über Facebooks Angebot, für die US-Behörden ein digitales Identitätssystem zu betreiben; der Beitrag holt erfreulicherweise auch historisch recht weit aus, verweist auf Bernhard Siegerts Passagiere und Papier, bezeichnet die Kirche mit ihren Matriken als analoges Facebook und zitiert auch meine Dissertation. In leicht modifizierter Fassung ist der Text nun auch online im Digital Twin-Weblog der FAZ zu lesen.

Freitag, 14. März 2014

Wiener Vorlesung „Die historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft“ auf Okto

Wenn ich es richtig deute, wird morgen auf Okto (15.3.2014, 20:05-21:35) nicht nur die Podiumsdiskussion sondern auch mein am 28.11.2013 gehaltener Vortrag "Die historischen Wurzeln der Kontrollgesellschaft" ausgestrahlt.

Die Ankündigung lautet wie folgt:

Wiener Vorlesungen analytischdiskursiv:
Ein Vortrag von Anton Tantner (Historiker, Universität Wien) mit anschließender Podiumsdiskussion. Thematisiert werden u.a. die so genannten "Schwarzen Kabinette" der Frühen Neuzeit sowie weitere Vorläufer der heutigen Internetüberwachung. Zu Wort kommen: Anton Tantner, Jana Herwig (Medienwissenschaftlerin, Uni Wien) und Hubert Christian Ehalt (Wissenschaftsreferent der Stadt Wien). Aufgezeichnet im Wiener Rathaus Ende November 2013. Anlass war die Verleihung des Wiener Preises für Stadtgeschichtsforschung an Anton Tantner.

Montag, 3. März 2014

Publikationen der Groupe d’Information sur les prisons bei Gallimard

Letztes Jahr erschienen: Eine Neuveröffentlichung der Broschüren der Groupe d’Information sur les prisons.

Intolérable. Textes réunis par le Groupe d’Information sur les prisons, présentés par Philippe Artières. Paris: Gallimard, 2013. 352 S., ISBN : 9782070140756 [Verlags-Info]

Inhaltsverzeichnis:
Enquête dans 20 prisons - Prison modèle, Fleury-Mérogis - L'assassinat de George Jackson - Suicides de prison - Cahiers de revendication sortis des prisons lors des récentes révoltes.

Infotext:
En février 1971, des intellectuels dont Michel Foucault, Daniel Defert, Jean-Marie Domenach, Pierre Vidal-Naquet et Gilles Deleuze fondent le Groupe d’Information sur les Prisons pour s’attaquer aux «barreaux du silence». Deux années durant, le GIP a su rassembler magistrats, journalistes, médecins, travailleurs sociaux, détenus, ex-détenus et leurs proches autour d’une volonté commune : «faire savoir la prison» et pratiquer à cette fin une intolérance active envers l’intolérable.
Cinq brochures ont paru, fruit d’enquêtes militantes, relayant la parole des détenus, sans filtre, dans sa brutalité et son intensité. S’y succèdent réponses à des questionnaires, correspondances, cahiers de revendications de mutins, entretiens avec un Black Panther incarcéré... Autant de documents qui permettent à ces invisibles de sortir de l’ombre, de s’inventer comme force politique.
Pour replacer cette expérience collective d’exception dans son contexte socio-politique, l’ouvrage comporte une chronologie détaillée des années GIP conçue par Philippe Artières.


[via Foucault News]

Montag, 17. Februar 2014

"Wiener Gebote" im Augustin

Freut mich doch sehr, dass im noch aktuellen Augustin (Print, Nr. 360, S.7) neben vielen anderen empfehlenswerten Texten auch ein Beitrag von mir zu den policeylichen Hausbeschreibungen der frühen Neuzeit zu lesen ist, mitsamt dem Vorschlag, die Praxis der "Wiener Gebote" (=Gesetze, die niemand beachtet) vielleicht auch heute anzuwenden.