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adresscomptoir - 2015/06/24 11:36
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goncourt (Gast) - 2015/06/24 11:28

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Zuletzt aktualisiert: 2016/02/11 09:44

Credits

Kontrolle

Mittwoch, 20. Januar 2016

Präsentation des AK Vorrat: Von der Vorratsdatenspeicherung zum Polizeilichen Staatsschutzgesetz

In der Abschlusseinheit meiner Vorlesung Die Anfänge der Kontrollgesellschaft waren gestern Elena Koptschalijski und Werner Reiter vom AK Vorrat zu Gast und haben zum Thema Von der Vorratsdatenspeicherung zum Polizeilichen Staatsschutzgesetz vorgetragen. Ihre Präsentation ist unter http://de.slideshare.net/WernerReiter/akvorrat-von-der-vorratsdatenspeicherung-zum-polizeilichen-staatsschutzgesetz abrufbar.

Freitag, 15. Januar 2016

Meldewesen in China zur Zeit der Sung-Dynastie

Der dem chinesischen Schriftsteller Schi Nai-an zugeschriebene Roman Die Räuber vom Liangschan wurde im 14. Jahrhundert verfasst und spielt zur Zeit der Sung-Kaiser um 1100. Spannend, dass neben allerlei Grausamkeiten und Menschenfressereien darin auch folgende Passage über die Einführung einer Meldepflicht zu finden ist:

Gerade an diesem Tag war eine neue Verordnung herausgekommen, wonach die Herbergswirte jeden Abend von den Gästen, die bei ihnen übernachten wollten, Familien- und Rufnamen, woher sie kämen und wohin sie wollten sowie ihren Beruf oder die Angelegenheit, in der sie unterwegs wären, in eine amtlich gestempelte Liste eintragen sollten. Nun konnte der Wirt Wang, bei dem wir eingekehrt waren, nicht schreiben, und er bat mich, diese Liste allabendlich für ihn zu führen.

NAI-AN, Schi: Die Räuber vom Liangschan. 2 Bände. Leipzig: Insel, 1974, Bd.1, S. 366.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Kommentar von Herbert Gnauer zum geplanten Staatsschutzgesetz

Für die aktuelle Ausgabe der Medienimpulse hat Herbert Gnauer vom Arbeitskreis Vorratsdaten Österreich - akvorrat.at - einen Kommentar zum in Österreich geplanten Polizeilichen Staatsschutzgesetz verfasst.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Die große Erfassung - Beitrag für Analyse & Kritik

In der aktuellen Ausgabe von Analyse & Kritik (Nr. 611, auch online) befindet sich ein Beitrag von mir zur Erfassung der frühneuzeitlichen Bettler_innen, bei der sich ein typischer Prozess feststellen lässt: Wurde zuerst nur eine Randgruppe mit speziellen Mitteln registriert, fanden diese Methoden später Anwendung auf die gesamte Bevölkerung.

Montag, 30. November 2015

Radio Orange-Interview mit Anne Roth

Wurde letzte Woche von Radio Dispositiv auf Radio Orange ausgestrahlt und kann downgeloadet werden: Ein Interview mit Anne Roth zum Thema Vom Versuch kontrollierter Kontrolle – Anne Roth zum NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages:

Anne Roth ist als Referentin im laufenden NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages tätig, seit dieser Frühjahr 2014 seine Arbeit aufgenommen hat. Ausmaß und Hintergründe der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland aufzuklären lautet der offizielle Auftrag. Im Interview schildert sie, wie sich die Arbeit des Ausschusses gestaltet, was bereits herausgefunden wurde, was sich möglicherweise noch herausfinden lassen könnte, wo die Grenzen liegen und welche Perspektiven sich daraus ergeben.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Big Brother Award 2015 an Hello Barbie

War eine runde Sache, die Sonntag Abends im Rabenhoftheater stattgefundene Gala der österreichischen Big Brother Awards 2015, und eine der würdigen Preisträgerin ist die Hello Barbie: Der Prototyp der Firma Mattel wurde Anfang des Jahrs vorgestellt, für das Weihnachtsgeschäft sollen englischsprachige Kinder damit schon beglückt werden: Es handelt sich schlicht um eine Barbiepuppe mit eingebautem Mikrofon, ein Kind, das mit dieser Puppe spielt, kann mit dieser sprechen, der Ton wird dann über Wlan auf einen Server mit Spracherkennung à la Siri geladen, dort wird die passende Antwort gesucht, die das Kind dann von der Puppe zu hören bekommt. Der Clou daran: Die Eltern des Kindes bekommen wöchentlich eine Sounddatei zugeschickt mit den an die Barbie gerichteten Worten des spielenden Kinds, auf dass sich dieses von klein auf an Überwachung gewöhne.
Siehe auch http://wien.orf.at/news/stories/2738830/

Montag, 21. September 2015

Workshop "Borders and Mobility Control", Wien 25./26.9.2015

Diesen Freitag/Samstag findet in Wien der Workshop "Borders and Mobility Control in and between Empires and Nation-States in Modern and Early Modern Times“ statt, mit Vorträgen vorwiegend zur habsburgischen Militärgrenze; ich nehme auch daran teil und werde am Samstag über Aufschreibetechniken an den Wiener Stadtgrenzen um 1800 referieren.

Programm: http://fsp-wi-ge.univie.ac.at/aktuell/archiv-einzelansicht/article/conference-borders-and-mobility-control-in-and-between-empires-and-nation-states-in-modern-and-ea/?tx_ttnews[pointer282404]=6&tx_ttnews[backPid]=103141&cHash=20d3be32b73391f7ff773a2cfb4d4dcd

Montag, 7. September 2015

Vorlesung "Die Anfänge der Kontrollgesellschaft: Aufschreibesysteme und Orte der Macht in der Geschichte der Neuzeit"

Dieses Semester halte ich an der Uni Wien eine Vorlesung zum Thema Die Anfänge der Kontrollgesellschaft: Aufschreibesysteme und Orte der Macht in der Geschichte der Neuzeit; ihre Kurzbeschreibung lautet folgendermaßen:

Was heute der NSA und anderen Geheimdiensten ihre Backdoor zum Zugriff auf die Server der Internetkonzerne ist, waren in der Frühen Neuzeit die bei den Postämtern eingerichteten "Schwarzen Kabinette". Sie überwachten den Briefverkehr, kontrollierten private Post wie Botschafterdepeschen und leiteten im Verdachtsfall Kopien davon an die vorgesetzten Behörden weiter. Doch nicht nur die auf Papier basierenden Aufschreibesysteme ließen Utopien wie die eines allumfassenden Meldewesens entstehen, auch klassische Formen der persönlichen Kontrolle sollten nicht vernachlässigt werden. So war schon das Wien des 18. Jahrhunderts von "menschlichen Medien" wie Hausmeistern oder Lohnlakaien bevölkert, die zum einen hilfreiche Geister, zum anderen Zuträger der Geheimpolizei waren.
Die Vorlesung spürt den Anfängen der heutigen "Kontrollgesellschaften" (Deleuze) in der Neuzeit nach und behandelt Themen wie Adressbüros, Enquêten und Volkszählungen, die Kulturtechnik der Nummerierung, Speicher-, Übertragungs- und Menschmedien, Grenzstationen, Orte der Einsperrung, Museen und Wunderkammern, Polizei und Meldewesen, Aneignung und Widerstand; inkludiert sind Ausführungen zu theoretischen Werkzeugen wie den im Titel der Vorlesung auftretenden Begriffen wie "Kontrollgesellschaft" und "Aufschreibesystemen".

Zeit: Dienstag, 18:30-20:00
Beginn: 6.10.2015
Ort: Universität Wien, Hauptgebäude Universitätsring 1, 1. Stock, Stiege 8, Hörsaal 41
Anmeldung: https://univis.univie.ac.at/as_anmeldung/?lvid=724872.28 (Wer sich nicht anmelden möchte, kann auch einfach so hinkommen.)

Dienstag, 30. Juni 2015

Bawabs in Ägypten: Der Pförtner als Kontrollinstanz

Dieser Beitrag im Standard letzten Samstag hat mir gut gefallen: Astrid Frefel berichtete über die ägyptischen Bawabs, Hausmeister, die gleichermaßen dienstbare Geister und Instanzen der Überwachung sind.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Vom Kampf gegen die Straßenlaternen

Im Moment Print only: In der aktuellen Ausgabe des Augustin (Nr.390, 13.5.2015, S. 22) gibt es - inspiriert vom famosen Revoluzzer/Lampenputzer-Song des Stimmgewitters - einen Artikel von mir zum Kampf wider die Erleuchtung. Kaufet und leset also den Augustin!