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das ist wirklich ein...
das ist wirklich ein nettes, gut gemachtes hörspiel,...
matthias (Gast) - 2016/03/14 09:43

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Zuletzt aktualisiert: 2016/12/06 16:00

Credits

Kontrolle

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Momentum 2016

Morgen startet in Hallstatt der Momentum Kongress zum Thema Macht, ich werde dort im Track 7 ein Paper zum Thema Macht und Widerstand in der Kontrollgesellschaft. Eine historische Perspektive präsentieren.

Sonntag, 19. Juni 2016

Linienwall-Artikel nun online

Mein in der aktuellen Ausgabe von Malmoe erschienener Artikel über den Linienwall, eine verhasste Grenzanlage, die sich in Wien einst dort erstreckte, wo sich heute die Automassen am Gürtel wälzen, kann nun auch online gelesen werden.

Dienstag, 7. Juni 2016

Malmoe-Artikel zu Linienwall

Wien_Linienwall_Schnellbahn_2

Die aktuelle Ausgabe von Malmoe (Nr.75) beinhaltet einen Schwerpunkt zum Wiener Gürtel, ich habe dafür einen Artikel zur Geschichte des famosen Linienwalls beigesteuert.

Präsentation der Nummer: Mi 29.6.2016, 19 Uhr, W23, Wipplingerstraße 23, 1010 Wien.

Update: Der Beitrag ist nun online - http://www.malmoe.org/artikel/alltag/3164

Dienstag, 26. April 2016

Dissertation von Daniel Meßner über Identifizierungstechniken 1870–1914 online

Es hat etwas gedauert, nun ist es aber soweit: Daniel Meßners Dissertation ist nun auf dem Hochschulschriftenserver der Uni Wien abrufbar:

Meßner, Daniel: Die Erfindung der Biometrie – Identifizierungstechniken und ihre Anwendungen, 1870–1914. Wien: Dissertation an der Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät der Universität Wien, 2015.
http://othes.univie.ac.at/39278/

Abstract:

In der Dissertation untersuche ich die Erfindung und Einführung biometrischer Identifizierungstechniken an der Wende zum 20. Jahrhundert. Dazu beschreibe ich die Entstehung der Orte polizeilichen Identifizierens und zeichne die Implementierung von behördlichen Anwendungspraktiken für die Techniken Fotografie, Anthropometrie und Daktyloskopie (Fingerabdruckverfahren) zwischen 1870–1914 nach. Es handelt sich dabei um eine Geschichte des Wissens, aus der deutlich wird, dass biometrische Registraturen Vorformen moderner Datenbanken waren, die die polizeiliche Informationsverarbeitung transformierten und eine technische Lösung boten für die Stabilisierung und Konstruktion von Identitäten. Mit der Einführung von erkennungsdienstlichen Identifizierungstechniken etablierte sich ein Dreischritt, der wesentlich ist für biometrische Verfahren und der sich in behördlichen Anwendungspraktiken widerspiegelt: Informationen über eine Person werden erzeugt und dokumentiert (»Verdaten«), in standardisierte Form gebracht (»Klassifizieren«) und in einem Register/Archiv abgelegt (»Archivieren«), um für einen späteren Vergleich abruf- und auffindbar zu sein. Ihre machtvolle Wirkung entfalteten biometrische Verfahren nicht aufgrund einzelner Signalements bzw. Fingerabdruckblättern, sondern durch das Archiv, seiner Ordnung und dem Zugriff auf die gespeicherten Informationen. Registraturen waren behördliche Versuche der Wiederherstellung sozialer Ordnung im Kontext von Nationalismus und Mobilität. Gegenwärtig lässt sich die Ablöse von analogen hin zu digitalen Ordnungs- und Erschließungssystemen beobachten und die Übertragung des Sicherheitsversprechens biometrischer Verfahren auf nicht-kriminalpolizeiliche Anwendungen. Zwar spielt der Austausch von ermittlungsrelevanten Informationen durch Polizeidatenbanken mit dem Einsatz biometrischer Systeme scheinbar eine zentrale Rolle in internationalen Sicherheitsfragen, jedoch bleibt die Frage nach den gesellschaftspolitischen Effekten außen vor. In einer historischen Perspektive lassen sich gesellschaftspolitische Effekte von Datenbanken und Wissensbeständen herausarbeiten. Die Erfindung der Biometrie und die Implementierung von Erkennungsdiensten zeigt, wie sich Gesellschafts-ordnungen und Sicherheitsvorstellungen in Formen der Wissensverwaltung eingeschrieben haben.

Mittwoch, 30. März 2016

Geschichte und Gesellschaft: Surveilance Studies-Nummer mit Aufsatz zu Adressbüros

Frisch erschienen: Das Heft 1/2016 von Geschichte und Gesellschaft zum Thema Surveillance Studies. Ich habe dafür den Aufsatz Zwischen “policie” und “strengster Verschwiegenheit”. Europäische Adressbüros der Frühen Neuzeit im Spannungsfeld obrigkeitlicher und privater Interessen beigesteuert, mit dem ich das Material meiner Habil nicht wie dort nach geographischen Gesichtspunkten sortiere, sondern den Blickwinkel der Surveillance Studies daran anlege. Bei Wunsch schicke ich gerne ein PDF zu!

Mittwoch, 20. Januar 2016

Präsentation des AK Vorrat: Von der Vorratsdatenspeicherung zum Polizeilichen Staatsschutzgesetz

In der Abschlusseinheit meiner Vorlesung Die Anfänge der Kontrollgesellschaft waren gestern Elena Koptschalijski und Werner Reiter vom AK Vorrat zu Gast und haben zum Thema Von der Vorratsdatenspeicherung zum Polizeilichen Staatsschutzgesetz vorgetragen. Ihre Präsentation ist unter http://de.slideshare.net/WernerReiter/akvorrat-von-der-vorratsdatenspeicherung-zum-polizeilichen-staatsschutzgesetz abrufbar.

Freitag, 15. Januar 2016

Meldewesen in China zur Zeit der Sung-Dynastie

Der dem chinesischen Schriftsteller Schi Nai-an zugeschriebene Roman Die Räuber vom Liangschan wurde im 14. Jahrhundert verfasst und spielt zur Zeit der Sung-Kaiser um 1100. Spannend, dass neben allerlei Grausamkeiten und Menschenfressereien darin auch folgende Passage über die Einführung einer Meldepflicht zu finden ist:

Gerade an diesem Tag war eine neue Verordnung herausgekommen, wonach die Herbergswirte jeden Abend von den Gästen, die bei ihnen übernachten wollten, Familien- und Rufnamen, woher sie kämen und wohin sie wollten sowie ihren Beruf oder die Angelegenheit, in der sie unterwegs wären, in eine amtlich gestempelte Liste eintragen sollten. Nun konnte der Wirt Wang, bei dem wir eingekehrt waren, nicht schreiben, und er bat mich, diese Liste allabendlich für ihn zu führen.

NAI-AN, Schi: Die Räuber vom Liangschan. 2 Bände. Leipzig: Insel, 1974, Bd.1, S. 366.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Kommentar von Herbert Gnauer zum geplanten Staatsschutzgesetz

Für die aktuelle Ausgabe der Medienimpulse hat Herbert Gnauer vom Arbeitskreis Vorratsdaten Österreich - akvorrat.at - einen Kommentar zum in Österreich geplanten Polizeilichen Staatsschutzgesetz verfasst.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Die große Erfassung - Beitrag für Analyse & Kritik

In der aktuellen Ausgabe von Analyse & Kritik (Nr. 611, auch online) befindet sich ein Beitrag von mir zur Erfassung der frühneuzeitlichen Bettler_innen, bei der sich ein typischer Prozess feststellen lässt: Wurde zuerst nur eine Randgruppe mit speziellen Mitteln registriert, fanden diese Methoden später Anwendung auf die gesamte Bevölkerung.

Montag, 30. November 2015

Radio Orange-Interview mit Anne Roth

Wurde letzte Woche von Radio Dispositiv auf Radio Orange ausgestrahlt und kann downgeloadet werden: Ein Interview mit Anne Roth zum Thema Vom Versuch kontrollierter Kontrolle – Anne Roth zum NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages:

Anne Roth ist als Referentin im laufenden NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages tätig, seit dieser Frühjahr 2014 seine Arbeit aufgenommen hat. Ausmaß und Hintergründe der Ausspähungen durch ausländische Geheimdienste in Deutschland aufzuklären lautet der offizielle Auftrag. Im Interview schildert sie, wie sich die Arbeit des Ausschusses gestaltet, was bereits herausgefunden wurde, was sich möglicherweise noch herausfinden lassen könnte, wo die Grenzen liegen und welche Perspektiven sich daraus ergeben.