User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Archiv

Oktober 2021
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 2 
 3 
 5 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
18
20
21
22
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 

Status

Online seit 5968 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2021/10/23 20:55

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

twoday.net AGB

Belletristik

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Josef Váchals blutiger Roman

Damals war der Zucker nämlich noch nicht erfunden gewesen, da derselbe zum ersten Male im sechsundsechzigsten Kriege aus dem Knochen todter Preußen ausgekocht worden war.

Josef Váchals erstmals in Kleinstauflage 1924 erschienener blutiger Roman hat so schöne Sätze wie diesen anzubieten; der Autor selbst war ein besonders durchgeknalltes Exemplar der Spezies Mensch, politisch teils völlig jenseitig, Dank sei aber dem Kētos-Verlag und Ondřej Cikán, diesen idealen Schundroman aufwändig kommentiert und gestaltet ins Deutsche übertragen zu haben!

Váchal, Josef: Der blutige Roman. Versuch um den Typus des idealen Schundromans. Wien/Prag: Kētos, 2019, Zitat S. 156

Verlags-Info: https://www.ketos.at/2017/10/josef-vachal-der-blutige-roman.html

Montag, 4. Oktober 2021

Neu erschienen: Erwin Riess - Herr Groll und die Wölfe von Salzburg

Erfreulicherweise gibt es einen neuen Groll-Roman von Erwin Riess zu lesen, des Titels Herr Groll und die Wölfe von Salzburg - ein Vorabdruck wurde bereits im aktuellen Augustin veröffentlicht, zusätzlich gibt es dort auch ein Porträt von Erwin Riess.

Riess, Erwin: Herr Groll und die Wölfe von Salzburg. Salzburg: Otto Müller Verlag, 2021, Verlagsinfo: https://www.omvs.at/buch/herr-groll-und-die-woelfe-von-salzburg/

Kurzbeschreibung:

Dringende Ermittlungen führen Groll und seinen Gefährten, den Dozenten, nach Salzburg. Die Mutter des Dozenten, Fabrikantin und Festspielliebhaberin, vermisst ihren langjährigen Freund, einen Engländer, der im Vorstand eines weltumspannenden Rohstoffkonzerns sitzt. Sie befürchtet eine Entführung. In der Woche vor Beginn der Festspiele ereignen sich seltsame Dinge: Sowohl im Innergebirg, in Werfen und Golling, als auch in der Stadt Salzburg tauchen am Domplatz, am Schloss Leopoldskron und an anderen touristischen Hotspots lebensgroße Puppen auf. Sie tragen englische Sakkos, manche sind ohne Kopf, aber alle haben ein „Salzburg Manifesto“ bei sich. Eine radikal-ökologische amerikanische Gruppe namens „Deep Green Revolution“ erklärt der umweltvernichtenden Großindustrie und dem Luxuskonsum den Krieg. Während das Festspielpublikum und die Medien noch rätseln, ob es sich um eine Werbeaktion der Festspiele handeln könnte, tauchen übel zugerichtete menschliche Leichen auf. Panik breitet sich in der Stadt aus. Die Behörden tappen im Dunkeln. Schließlich verschwindet auch noch die Mutter des Dozenten. Groll ermittelt fieberhaft und stößt auf eine heiße Spur, die tief in der Vergangenheit – in der Blütezeit erzbischöflicher Herrschaft – wurzelt. Ein Roman, der die Salzburger Gegenwart und Geschichte zu einem furiosen Finale verknüpft.

Freitag, 1. Oktober 2021

Ö1-Porträt von Ronald M. Schernikau

Diesen Monat ist der 30. Todestag von Ronald M. Schernikau zu begehen, Ö1 sendet aus diesem Anlass am 17.10.2021 das von Johanna Tirnthal gestaltete Feature Die Schönheit. Porträt zum 30. Todestag des kommunistischen Schriftstellers Ronald M. Schernikau. Bereits am Tag zuvor wird das Feature von WDR 3 ausgestrahlt.

Sonntag, 11. Juli 2021

No numbers. No anything - Wer kennt große Flohliteratur?

Für die Erforschung der Kulturtechnik der Nummerierung mag Herman Melvilles 1851 erschienener monströser Moby-Dick nicht allzu ertragreich nutzbar sein, aber immerhin, dank des Kommentars zur von Matthias Jendis besorgten Übersetzung weiß ich nun, dass Melville während einer Reise nach Konstantinopel am 11. Dezember 1856 über dessen Gassenwirrwarr folgenden Eintrag verfertigte: Just like getting lost in a wood. No plan to streets. Pocket-compass. Perfect labryth. Narrow. Close, shut in. If you could get up into tree. Soar out of the maze. But no. No names to the streets no more than to natural allies among the groves. No numbers. No anything. (Numbers wurde allerdings mit Zahlen übersetzt: Als wenn man sich im Wald verirrt. Straßen völlig planlos angelegt. Taschenkompaß. Ein volkommenes Labyrinth. Schmal. Eng, eingeschlossen. Wenn man nur irgendwo aufentern könnte, (...) Straßen ebenso ohne Namen wie die Wege zwischen den Wäldchen. Keine Zahlen. Kein nichts. (Kommentar S.973)

Mein besonderes Interesse weckte allerdings folgende Passage in Kapitel 104 Der Wal als Fossil, S.702:
Wollt ihr ein großes Buch schreiben, müßt ihr ein großes Thema wählen. Nie wird jemand etwas Großes und Dauerhaftes über den Floh schreiben, wiewohl es viele geben mag, die das versucht haben. (Im englischen Original: To produce a mighty book, you must choose a mighty theme. No great and enduring volume can ever be written on the flea, though many there be who have tried it. - Leider verschweigt der Kommentar, ob Melville sich hier auf konkrete Flohliteratur bezog bzw. ob in Nachfolge zu dieser Passage solche dann tatsächlich versucht wurde zu verfassen - ob hier Peter Plener weiter weiß?

Melville, Herman: Moby-Dick. Roman. Übersetzung von Matthias Jendis. München: dtv 14613, 3. Aufl., 2020.

Mittwoch, 3. Februar 2021

Michael Scharang 80

Michael Scharang wird heute 80 - die adäquate Art ihm zu gratulieren ist, seine Texte zu lesen, z.B. den in der Zukunft (2020/10, S.32-38) erschienenen Vorabdruck seines Romans "Der Esel".

Samstag, 16. Januar 2021

Vorabdruck von Michael Scharangs "Der Esel"

Zumindest ein Teil der Wochenendlektüre ist gesichert: Eine demnächst in Print erscheinende Ausgabe der "Zukunft" (S.32-38) enthält einen Vorabdruck von Michael Scharangs kommenden Roman "Der Esel"; Lesen schon jetzt möglich unter https://www.magglance.com/Magazine/873e266b7adc338133eea07f1ca449fe/

Mittwoch, 25. November 2020

Protipp für Rechtsextreme

Da sich heute vor 50 Jahren Herr Mishima den Bauch aufschlitzte: Protipp für alle Rechtsextremen, die ihrem Idol nachfolgen wollen, gefunden in Thomas Wagners "Die Angstmacher".

Mishima

Montag, 19. Oktober 2020

Radio Dispositiv-Interview mit Richard Schuberth zum Bus nach Bingöl

Herbert Gnauer hat für sein Radio Dispositiv Richard Schuberth zu dessen neuen Roman Bus nach Bingöl interviewt, heute wurde das Gespräch auf Radio Orange ausgestrahlt.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

40 Bücher später - Gespräch mit Dietmar Dath anlässlich dessen 50er

Dietmar Dath wurde heuer 50, das fürs Frühjahr angesetzte Symposion wurde nun ein halbes Jahr später aus dem Brechthaus gestreamt [Bericht]. Ein im Rahmen der Tagung von Adreas Platthaus geführtes Gespräch kann nachgesehen werden, es trägt den schönen Titel 40 Bücher später: Gespräch über Leben & Werk. Ich gratuliere mit dem Wunsch, dass die Zahl der von Dath publizierten Bücher dreistellig werde und er selbst in regelmäßigen Abstände instruktive, kurze Wegweiser durch seine verästelte Textlandschaft verfasse!

Freitag, 25. September 2020

Besprechung von Herwegh-Biographie im ND

Der deutsche Schriftsteller Georg Herwegh (1817-1875) ist mir nicht zuletzt auch deswegen ein Begriff, weil nach ihm nicht nur ein Wiener Gemeindebau, sondern auch der famose Rosenpark offiziell benannt ist (dazu Augustin Nr.464, S.21 [PDF]). Nun ist eine umfangreiche Biographie über ihn erscheinen, die diese Woche im ND positiv besprochen wurde.

Reinhardt, Stephan: Georg Herwegh. Seine Zeit - unsere Geschichte. Göttingen: Wallstein, 2020. [Verlags-Info]