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Wider abgeschmackte Hausschilder

Während der Regierungszeit Josephs II. bereist Philip Ludwig Hermann Roeder u. a. Wien und notiert dabei folgende Beobachtungen:

Jedes Haus hat seine Nummer, manche zwey; das Trattnerische Haus hat sechs Nummern – und meist auch einen Schild, der entweder wie die Schilde an den Wirthshäusern, an einer Stange hängt, oder an einer Tafel angehängt ist. Diese hängenden Schilde verunstalten die Gassen noch mehr, und man sieht nicht nur die abgeschmacktesten Gedanken, sondern auch die elendesten Kleckereyen daran. So hat ein Haus am Graben einen goldnen Rosenkranz zum Schilde, mit der ganz unsinnigen Auffschrift zum goldnen Beten. Eines in der Leopoldstadt hat ein goldnes Dreyeck, in welchem ein Aug ist; dieses heißt das goldne Aug Gottes.

[Roeder, Philip Ludwig Hermann:] Reisen durch das südliche Teutschland. Leipzig/Klagenfurt: Crusius/Walliser, 1789, Band 1, S. 207.