User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

April 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 
 
 

Status

Online seit 7608 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Mittwoch, 28. September 2005

Barbara Holland-Cunz zur so genannten Wissensgesellschaft

Gestern am IWM: Ein Vortrag der Politikwissenschafterin Barbara Holland-Cunz zum Thema Ist die Wissensgesellschaft eine Utopie des 21. Jahrhunderts? Gewiss, man kann der Referentin vorwerfen, den Begriff Diskurs etwas inflationär verwendet zu haben, noch dazu, wo sie keine richtige Diskursanalyse vorgelegt hat, anregend war der Vortrag aber allemal: Sie stellte das Gerede vorwiegend männlicher Wissenschafter über die so genannte Wissensgesellschaft vor, das zumeist im Ton nüchterner Vorfreude vorgetragen werde und eine der wenigen optimistischen Utopien des 21. Jahrhunderts sei; von der CDU bis hin zu den deutschen wie österreichischen Grünen reiche, so der Befund Holland-Cunzs, der positive Bezug auf dieses Konzept, das ihrer Ansicht doch nur ein schöner Schein sei, der sich über die neoliberale Zurichtung des einzelnen zum homo oeconomicus lege. Kommentiert wurde der Vortrag von Michaela Sburny, Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat und Wirtschaftssprecherin der Grünen; im Gegensatz zu Holland-Cunz nahm sie auf das Konzept der Wissensgesellschaft positiv Bezug (PolitikerInnen seien ihrer Ansicht nach überhaupt dazu da, positiv zu sein, brrr) und war zu keinem kritischen Gedanken fähig.

Barbara Holland-Cunz hat soeben ein Buch zur Analyse der Wissensgesellschaft vorgelegt:

Holland-Cunz, Barbara: Die Regierung des Wissens. Wissenschaft, Politik und Geschlecht in der "Wissensgesellschaft". Leverkusen/Opladen: Verlag Barbara Budrich, 2005. [Verlagsinfo (PDF)]

Dienstag, 27. September 2005

Gilgamesch-Epos in neuer Übersetzung

Eine von Stefan M. Maul erstellte neue Übersetzung des Gilgamesch-Epos wird in der NZZ positiv rezensiert:

Das Gilgamesch-Epos. Neu übersetzt und kommentiert von Stefan M. Maul. München: C. H. Beck, 2005.

Montag, 26. September 2005

Augsburger Religionsfrieden im ND

Die nach Eigendefinition sozialistische Tageszeitung Neues Deutschland ist nun wirklich nicht das erste Medium, dass einem bei Publikationsorganen zu frühneuzeitlichen Themen einfällt; in der aktuellen Wochenendausgabe gab's dafür von Günter Vogler, Verfasser zweier als UTB erschienenen Überblicksdarstellungen zur deutschen bzw. europäischen Geschichte der Frühen Neuzeit, einen Beitrag zum Augsburger Religionsfrieden. Liest sich durchaus solide, könnte aber genauso gut auch im Feuilleton der FAZ oder der NZZ stehen; bei dem Publikationsort häte man sich ja schon erwarten können, dass alternative oder marxistische Deutungsversuche gewagt werden.

Sonntag, 25. September 2005

Land of the Dead

Gar köstlich fand ich George Romeros Zombiefilm Land of the Dead: Es splattert, was das Zeug hält, die Zombies sind lernfähig und den paar verbliebenen Menschleins in ihrer Gated Community Fiddler's Green ergeht es gar nicht gut, denn die Zombies machen Revolution. Sozialkritik mit dem Holzhammer, höchste Empfehlung! (offizielle Homepage, Besprechung bei Telepolis)

Samstag, 24. September 2005

Josephinismus-Tagung

Nächste Woche (27./28.9.2005) findet im Französischen Kulturinstitut in Wien eine Tagung zum Josephinismus statt. Das Programm ist auf der Homepage der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts abrufbar.

Freitag, 23. September 2005

Ein Bierpapst als Rassist

Hat wohl zuviel Bier erwischt: Conrad Seidl verteidigt im heutigen Standard die von der noch im Amt befindlichen österreichischen Bundesregierung geplante Erschwerung der Einbürgerung. Und verwendet dabei das Argument, dass nach Österreich bisher genau die falschen Ausländer kommen. Nämlich die, die nur zweite Wahl sind, hier sozialschmarotzen wollen bzw. es sich auf der sozialen Hängematte bequem machen. Unsäglich, sowas habe ich bislang nur von ausgewiesenen Rassisten gehört bzw. in Nazi-Zeitungen gelesen, nicht aber in einem Medium, das sich als liberales Qualitätsblatt verkauft. Hier wäre wohl ein Berufswechsel angesagt: Seidl als Kommentator in der Kronenzeitung, das wäre doch was?

Joseph Daniel von Hubers Vogelschauplan von Wien, 1785

huber

Knapp nach der in Wien durchgeführten Hausnummerierung (1770/71) erstellte der Militärkartograph Joseph Daniel von Huber (1730/31-1788) einen Vogelschauplan von Wien und seinen Vorstädten, auf dem auch die neu vergebenenen Hausnummern - die Konskriptionsnummern - verzeichnet waren; 1785 veröffentlichte Huber eine neue Version des Plans, der diesmal nur die Innenstadt umfasste. Ein Exemplar des Plans hat sich in der Sammlung Woldan der Österreichischen Akademie der Wissenschaften erhalten und wurde nun eingescannt; die CD mit den Images kann um wohlfeile 5 Euro in der Bibliothek der Akademie (Wien 1, Dr. Ignaz Seipel-Platz 2; E-Mail bibliothek@oeaw.ac.at) erworben werden. Der obige Ausschnitt zeigt einen Teil der Naglergasse; auf den Dächern sind die Hausnummern eingetragen.

Siehe auch:
http://adresscomptoir.twoday.net/stories/14672646/
http://adresscomptoir.twoday.net/stories/219046159/

Donnerstag, 22. September 2005

Chuck Palahniuks letztes Protokoll

Literaturkritik.de rezensiert Chuck Palahniuks letztes Buch; der Rezensent ist begeistert: Die Wut und das aufbrausende Moment, die in "Fight Club" noch omnipräsent waren, sind in "Das letzte Protokoll" gänzlich der Resignation und der nihilistischen Einsicht gewichen, dass jedes Bemühen, eine Veränderung herbeizuführen, schlussendlich scheitern muss; wenn es keine Stagnation gibt, liegt dies nur daran, dass alles den Bach runtergeht, das Individuum genauso wie seine Umgebung. Hoffnungslosigkeit, Desillusion und die Gewissheit, dass sich nie irgendetwas ändern wird, prägen "Das letzte Protokoll" und lassen es zu einem so beklemmenden wie großartigen Roman werden.

Palahniuk, Chuck: Das letzte Protokoll. Roman. München: Goldmann, 2005.

Mittwoch, 21. September 2005

Politische Anmerkungen des Hofkriegsrates, 1770-1771

Hochedlinger/Tantner Hg: Politische Anmerkungen Lange, sehr lange hat es gedauert von der Abgabe des Manuskripts bis zum Erscheinen, nun ist sie aber endlich lieferbar: Eine von Michael Hochedlinger und mir herausgegebene Edition der Politischen Anmerkungen des Hofkriegsrates zur sozialen Lage in den Ländern der Habsburgermonarchie 1770-1771. Faszinierende Texte sind es, von den Militärs verfasst, während sie durch die Dörfer und Städte der Monarchie zogen, um eine Seelenkonskription, also eine Volkszählung zur Vorbereitung eines neuen Rekrutierungssystems durchzuführen. Diese Dokumente können als ein wichtiger Ausgangspunkt der josephinischen Reformen betrachtet werden und zeugen von einer (schwarzen) Utopie, die ich militärischen Wohlfahrtsstaat nenne (vgl. dazu meinen Beitrag in dem Kritische Geschichte-Sammelband).

Hochedlinger, Michael/Tantner, Anton (Hrsg.): "... der größte Teil der Untertanen lebt elend und mühselig". Die Berichte des Hofkriegsrates zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Habsburgermonarchie 1770-1771. (=Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs; Sonderband Nr.8). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2005. LXXVI+184 S.
ISBN 3-7065-4154-8 (Inhaltsverzeichnis, Verlags-Info, KVK, ÖVK, Amazon, VLB)

Dienstag, 20. September 2005

Matzleinsdorferplatz

Verspricht, eine tolle Sache zu werden: Eine Veranstaltung zum Matzleinsdorferplatz, den ich für einen der faszinierendsten Plätze Wiens halte, bin ja auch in dessen Nähe aufgewachsen. Es gibt Leute, die diesen Ort für abgrundtief hässlich finden, eine Einschätzung, die ich nie habe teilen können, wäre es doch wirklich mal an der Zeit, über diesen Platz zwischen Frachtenbahnhof, S-Bahn-Station, Verkehrshölle, Hochhaus, evangelischem Friedhof und ehemaliger Grünoase (vgl. dazu meine Broschüre Parkgeschichten, Kapitel Der Rosenpark, S.45-47) eine Monographie zu verfassen. Angekündigt sind jedenfalls Aktionen zu Überwachungskameras, Rassismus sowie eine Ausstellung zu Checkpoint Austria, einer Verkehrsblockade während der Demonstrationen gegen die ÖVP-FPÖ-Koalition im Jahr 2000.

matz ab! kunstplatz matzleinsdorferplatz, 23.-25.9.2005; Homepage: matzleinsdorferplatz.at

Montag, 19. September 2005

Kongresstourismus

Die meisten Vorträge auf der Erlanger Frühneuzeittagung haben mich nicht gerade vom Hocker gerissen, aber zu Tagungen dieser Art fährt man ohnehin nicht der Vorträge wegen, sondern um nette KollegInnen zu treffen. Interessant waren immerhin die Ausführungen von Helmut Zedelmaier zum Wissensmanagement in der Frühen Neuzeit, in der er sich mit Lese- und Exzerpieranleitungen beschäftigte. Ganz schelmig auch Martin Gierl, der über Kommunikation mit Gott sprach.