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Sonntag, 13. Oktober 2013

Ö1-Betrifft Geschichte zur Briefüberwachung

Betrifft Geschichte brachte dieser Woche auf Ö1 ein fünfteiliges Interview mit Gerald Heschl zur Geschichte der Briefüberwachung:

Die Vorläufer der NSA. Briefspionage ist so alt wie das Briefeschreiben selbst. Mit Gerald Heschl, Historiker und Experte für die Geschichte des Postwesens. Gestaltung: Robert Weichinger

Lange Zeit hindurch war für die europäischen Herrscher in Sachen Briefspionage Frankreich das große Vorbild. Das bereits im 16. Jahrhundert eingerichtete Cabinet Noir erhielt allerdings erst im 17. Jahrhundert unter Kardinal Richelieu seine genaue Kontur. Nicht nur die Korrespondenz des Adels wurde ausgeforscht, im Visier standen auch politisch oder polizeilich Verdächtige sowie Leute des Militärs, Beamte, aber auch Vertreter des Klerus. In der Ära Metternich wurden nach französischem Beispiel Schwarze Kabinette eingerichtet und es wurde systematische Briefzensur betrieben, im Hintergrund stand bereits die Furcht vor der Revolution. Es gab Spezialisten, die sich auf Geheimschriften verstanden, die unsichtbare Tinte lesbar machten und die die aufgebrochenen Briefe wieder so fachgerecht versiegelten, dass man von außen nichts bemerkte.

Spionagefieber und Geheimniskrämerei begleiteten das Brief- und Nachrichtenwesen von Anfang an. Der Hunger nach privaten Daten scheint unermesslich zu sein: Erst in jüngster Zeit erregte der Fall Snowden großes Aufsehen. Der frühere Geheimdienstmitarbeiter hatte enthüllt, dass die National Security Agency (NSA) mit einem speziellen Programm in unerwartetem Ausmaß E-Mails und Handy-Nachrichten ausspioniert.


Nachgehört werden können die jeweils fünfminütigen Gesprächsbeiträge noch ein paar Tage unter:

//oe1.orf.at/betrifftgeschichte (auf den weißen Pfeil im schwarzen Kreis neben "Betrifft: Geschichte" klicken)