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Freitag, 29. Juli 2011

Aufsatz zum Pressburger Fragamt erschienen

Frisch erschienen:

Tantner, Anton: Das Pressburger Frag- und Kundschaftsamt des Anton Martin, 1781–1783, in: Hungarian Studies, 25.2011/1, S. 127-142.
DOI: 10.1556/HStud.25.2011.1.11 (Zugang nur bei Subskription)

Abstract: Der Artikel beschäftigt sich mit dem im März 1781 von Anton Martin in Pressburg gegründeten Frag- und Kundschaftsamt. Einrichtungen dieser Art waren in habsburgischen Städten seit Beginn des 18. Jahrhunderts geschaffen worden; es handelte sich dabei um Adressbüros, die der Vermittlung von Waren, Arbeitsplätzen, Immobilien und Kapital dienen sollten. Im speziellen Pressburger Fall war damit auch eine Leihbibliothek verbunden und weiters wurde der in dieser Gegend praktizierte Kindertausch zum gegenseitigen Spracherwerb unterstützt. Das Fragamt veröffentlichte auch ein Intelligenzblatt mit dem Namen Preßburger Kundschaftsblatt, scheint aber trotz des weiten Spektrums an angebotenen Dienstleistungen nur auf wenig Resonanz gestoßen zu sein; 1783 musste Martin es schließen. Grundlage des Beitrags sind vorwiegend die in der Universitätsbibliothek Bratislava (Univerzitná knižnica v Bratislave) und in der Kathedralbibliothek Esztergom (Főszékesegyházi Könyvtár) aufbewahrten Ausgaben des Preßburger Kundschaftsblatts.

Update zum Artikel: Als ich den Artikel schrieb, wusste ich noch nicht, an welchem Ort sich in Pressburg das Fragamt befand; seit gestern bin ich nun klüger, denn ich fand bei meinem Besuch des Steiermärkischen Landesarchivs (Graz) ein weiteres, diesmal undatiertes, circa aus dem Februar 1781 stammendes Avertissement des Pressburger Fragamts, aus dem hervorgeht, dass es in dem Ormoschdischen Hause auf dem Ursuliner-Platz eröfnet werden sollte. Das Avertissement liegt im übrigen dem (bewilligten) Gesuch des Kaspar Heindl bei, der in Graz nach Pressburger Vorbild ein Fragamt errichten wollte.

Steiermärkisches Landesarchiv, Altes Gubernium, 1783-I-659 [Kt.663]: Avertissement, ca. Februar 1781.