User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

das ist wirklich ein...
das ist wirklich ein nettes, gut gemachtes hörspiel,...
matthias (Gast) - 2016/03/14 09:43

Archiv

September 2016
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 6 
 7 
 8 
10
11
12
13
14
15
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
 
 
 
 

Status

Online seit 4113 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2016/09/17 10:17

Credits

Belletristik

Samstag, 17. September 2016

Wholly Communion

Gestern Abend habe ich mir im Centre Pompidou die Ausstellung Beat Generation gegeben, durchaus sehenswert, und vor allem hat sie mich wieder an die unglaubliche Dichterlesung in der Royal Albert Hall am 11. Juni 1965 erinnert, der im Dokumentarfilm Wholly Communion nachgesehen werden kann. Dort trat nicht nur Allen Ginsberg vor einem frenetischen Massenpublikum auf, sondern auch Ernst Jandl - höchste Empfehlung: https://youtu.be/jS74c-VfxtI?t=3m28s

Samstag, 27. August 2016

Wu Ming: Altai nun auf Deutsch erhältlich

Dank der Beilage des heutigen ND (Paywall) weiss ich nun, dass bei Assoziation A seit kurzem der Nachfolgeroman des famosen Q auf Deutsch verfügbar ist:

Wu Ming: Altai. Berlin/Hamburg: Assoziation A, 2016. (Verlags-Info)

Ankündigung:

Venedig 1569. Eine gewaltige Detonation erschüttert die Nacht, der Himmel lastet rot auf der Lagune. Das Arsenal, die Werft der Serenissima, steht in Flammen, die Jagd auf die Schuldigen wird eröffnet. Manuel Cardoso, ein konvertierter Jude, wird zu Unrecht verdächtigt und dient als Sündenbock. Durch Flucht kann er sich dem Zugriff entziehen und gelangt über Ragusa und Thessaloniki nach Istanbul.

Hier, im Zentrum des Osmanischen Reiches, lernt er Joseph Nasi kennen, Spross einer sephardischen Bankiersfamilie und herausragende Persönlichkeit der Renaissance. Nasis Familie wurde aus Spanien und Portugal vertrieben, ließ sich in Antwerpen und später Venedig nieder, ohne den Nachstellungen der Inquisition entgehen zu können. Vor dem Hintergrund einer kollektiven Verfolgung organisierte sie ein gigantisches Fluchthilfenetzwerk, um die verfolgten Juden in Sicherheit zu bringen. Am Bosporus erlangt Joseph Nasi die Gunst des Sultans und träumt von einer Heimstätte der Verfolgten.

Der Roman »Q« endet im Jahr 1555, »Altai« nimmt den Faden der Geschichte 15 Jahre später wieder auf. Das Osmanische Reich führt Krieg gegen Venedig und erobert die Insel Zypern, erlebt aber in der Seeschlacht von Lepanto eine vernichtende Niederlage. Die Handlung des Buches führt uns in die Geschichte einer Auseinandersetzung von historischer Dimension.

»Altai« ist ein Roman über Macht, Verfolgung, religiöse Toleranz und das Verhältnis von Mitteln und Zwecken.

Sonntag, 17. Juli 2016

Ö1-Radiogeschichten über Erwin Riess

Noch ein paar Tage zum Nachhören: Die Ö1-Radiogeschichten sendeten letzte Woche ein viertelstündiges Porträt über Erwin Riess und die Abenteuer seines rollstuhlfahrenden Geschichts-Detektivs namens Groll, in den letzten Minuten gibt es eine Lesung mit einer schönen Groll-Suada gegen Autobahnen.

Dienstag, 5. April 2016

Erschiessen wir die Nacht! Rezension einer Auswahl von Roque Daltons Gedichten

Tina Leisch hat vor drei Jahren einen wunderbaren Dokumentarfilm über Roque Dalton gedreht (vgl.) und in der Folge gemeinsam mit Erich Hackl eine Auswahl der Gedichte des El Salvadorianischen Schriftstellers und Revolutionärs herausgegeben; der Band wird nun von Literaturkritik.de rezensiert.

Dalton, Roque: !Fusilemos la noche! Erschießen wir die Nacht! Gedichte. Mit DVD. Klagenfurt/Celovec: Edition Meerauge, 2015.

Montag, 14. März 2016

Dietmar Daths Hörspiel "Die Magnetin" auf Ö1

Morgen (15.3.2016, 21:00-22:00) sendet Ö1 die SWR-Produktion Die Magnetin von Dietmar Dath (Text) und Thomas Weber (Musik), ein Hörspiel mit recht abgefahrener Beschreibung:

Liebe ist sowieso nichts Irdisches, man kann sich also auch gleich in eine Göttin verlieben wie in diesem Hörspiel. Prod. SWR 2015

Die Schwierigkeiten, die man sich so einhandelt, verlangen, dass man mit dem dritten Ohr hinhört - und wenn das Ewige auf Sendung geht, wird jeder Ton zum Segen, jeder Sound zum Gebet.
Drei Personen, zwei diesseitige, eine jenseitige. Die Unterschiede sind glasklar: Das Jenseits ist eine Frau. Die beiden Männer, die man ebenfalls sofort unterscheiden kann, weil der eine jung und ungeduldig ist, der andere alt und listig, scheinen klar verteilte Positionen einzunehmen: Kunde und Dienstleister, Suchender und Priester, Kranker und Arzt. In Wirklichkeit benutzt der eine den andern, und zwar im Auftrag des Jenseits. Drei gegen einen: Die vierte Figur in diesem Hörspiel ist die Musik persönlich, und am Ende ist sie es, die zeigt, dass Lügen religiös reichhaltiger und wichtiger ist als Beichten.
Die Geschichte geht, genau wie der Weltuntergang in jedem besseren Glauben, natürlich gut aus: Gerettet sind wir, wenn es uns in der gewohnten Form endlich nicht mehr gibt.
Mit Christoph Franken, Friedrich Liechtenstein und Effi Rabsilber
Regie: Iris Drögekamp und Thomas Weber
Musik: Kammerflimmer Kollektief
Produktion: SWR 2015

Montag, 4. Januar 2016

Radio Orange-Interview mit Nanni Balestrini

Herbert Gnauer hat für seine Sendung Radio Dispositiv Nanni Balestrini interviewt:

Nanni Balestrini ist Schriftsteller, bildender Künstler und politischer Aktivist. In einem seiner bekanntesten Romane 'Wir wollen alles' (Vogliamo tutto) schilderte er die Ende der 1960er Jahre im Turiner FIAT Werk stattgefundenen Auseinandersetzungen und Kämpfe. Aber auch experimentelle Lyrik spielt bei ihm eine wichtige Rolle. Anlässlich einer Ausstellung in der Galerie Wechselstrom, die von einer Performance in der nahegelegenen Kulturtankstelle flankiert wurde, war er zu Besuch in Wien. Im Interview sprach er über sein Leben, seine Arbeit, analyisierte politische Ereignisse und Entwicklungen. Ernst Kanitz vom italienischen Kulturinstitut sorgte für virtuose Übersetzung.

Montag, 2. November 2015

Kurt Schwitters Ursonate in den Ö1-Tonspuren, 9.11.2015

Da heißt es doch, Stream an: In einer Woche, Montag 9.11.2015, 21:00-21:40 sendet Ö1 ein von Matthias Haydn gestaltetes Radiofeature über Kurt Schwitters famose Ursonate:

Tonspuren.

Die Ursonate. Kurt Schwitters dadaistisches Lautgedicht. Feature von Matthias Haydn

Die "Ursonate" oder "Sonate in Urlauten" ist wohl das bekannteste Werk des 1887 in Hannover geborenen Künstlers Kurt Schwitters. Sie schwebt zwischen verschiedenen Kunstgattungen: sie ist Literatur, Musik, bildende Kunst und Performance. Kurt Schwitters arbeitet neun Jahre lang an seiner phonetischen Dichtung - inspiriert haben ihn Plakatgedichte von Raoul Hausmann. 1932 veröffentlicht Schwitters das Werk in der Nummer 24 seiner Zeitschrift "Merz". Im Sommer des gleichen Jahres baut er eine Hütte auf der norwegischen Insel Hjertøya um - dort wird er in Zukunft die Sommermonate verbringen. 1937 wandert der als "entartet" diffamierte Künstler sogar auf die Nordseeinsel aus. 60 Jahre später reist der Berliner Autor, Journalist und Künstler Wolfgang Müller nach Hjertøya. Er findet Kurt Schwitters' unversperrte Hütte und entdeckt darin zahlreiche Kunstwerke, die Schwitters dort zurückgelassen hatte. Eine andere Entdeckung fasziniert ihn noch mehr: er ist überzeugt, dass die vielen Stare von Hjertøya Schwitters Ursonate singen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Le Monde Diplomatique über Wu Ming

Das italienische Kollektiv Wu Ming hat unter seinem früheren Namen Luther Blisset den famosen Roman Q veröffentlicht, der auf Deutsch bei Piper erschien; auf italienisch sind bereits etliche Romane mehr herausgekommen, Le Monde Diplomatique berichtet in seiner aktuellen Ausgabe darüber. Einziger Wermutstropfen an dem Artikel ist, dass er zu erwähnen vergisst, dass die Assoziation A vor kurzem Wu Mings Roman 54 in deutscher Übersetzung verlegte, aber dafür hat sich LMD auch schon per Tweet entschuldigt.

Freitag, 10. April 2015

Ö1 über den langweiligsten Dichter der Welt

Könnten spannend werden, die Ö1-Tonspuren kommenden Montag (13.4.2015, 21:00-21:40):

Der Wortprozessor. Ein Gespräch mit Kenneth Goldsmith, dem langweiligsten Dichter aller Zeiten. Feature von Claudia Gschweitl

In seinen Büchern "The Weather", "Traffic" und "Sports" hat der New Yorker Schriftsteller Kenneth Goldsmith jeweils ein Jahr lang Wetterberichte, Verkehrs- und Sportnachrichten transkribiert. "Fidget" ist eine genaue Dokumentation von allen Bewegungen, die der Dichter innerhalb eines Zeitraums von 13 Stunden gemacht hat, und in "Soliloquy" hat er eine Woche lang jedes einzelne von ihm gesprochene Wort notiert.

Die Bücher von Kenneth Goldsmith gehören zweifellos zu den langweiligsten, die je geschrieben wurden. Man muss sie auch nicht lesen, denn worauf er abzielt, ist der Akt des Schreibens selbst. Goldsmiths Schriften gehören zu jener Art von neuer Konzeptliteratur, die sich jenseits von herkömmlicher Autorenschaft bewegt und mit Strategien wie Entwendung, Aneignung und Überschreibung arbeitet. Warum dem bestehenden Berg an Literatur noch etwas hinzufügen, wenn man auch mit dem vorhandenen Material arbeiten kann, so die Überlegung.

An der Universität von Pennsylvania unterrichtet Kenneth Goldsmith die Fächer "Unkreatives Schreiben" und "Zeitverschwenden im Internet" und belohnt dort seine Studenten für Plagiate und Identitätsdiebstahl. Denn während in der Musik und der bildenden Kunst Recycling-Methoden wie Remixe, Mashups oder Collagen längst alltäglich sind, pocht man in der Literatur nach wie vor auf das Copyright und die Idee einer authentischen Autorenschaft. Goldsmith hat sich von solchen Einschränkungen längst gelöst. Das Internet stellt für ihn das "größte Gedicht aller Zeiten" dar, sein Versuch es in seiner Gesamtheit auszudrucken, blieb bis jetzt allerdings unvollendet.

Goldsmith gilt vielen als führender Konzeptdichter unserer Zeit, als "James Joyce des 21. Jahrhunderts". Vom New Yorker Museum of Modern Art wurde er 2013 als erster Dichter überhaupt ausgezeichnet.

Gestaltung: Claudia Gschweitl

Dienstag, 17. März 2015

Richard Schuberth im Interview mit Radio Dispositiv

Herbert Gnauer hat für die auf Radio Orange ausgestrahlte Sendung Radio Dispositiv Richard Schuberth zu seinem neuen Roman interviewt:

Bislang war Richard Schuberth vor allem als Dramatiker, Verfasser treffsicherer Polemiken und Anstifter zur Wiederentdeckung von Karl Kraus bekannt. Nun liegt sein erster Roman vor: Chronik einer fröhlichen Verschwörung erzählt die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Ein gealterter Philosoph und ein junges Mädchen verbünden sich, um einen Autor am Schreiben seines nächsten Erfolgsromans zu hindern.

Eine Buchpräsentation der Chronik einer fröhlichen Verschwörung gibt es am Donnerstag, 26.3.2015 ab 20 Uhr im Schwarzberg (Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien).