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Volkszaehlung

Mittwoch, 4. August 2010

Raúl Necochea López: The Peruvian Census of 1940

In den Berichten zur Wissenschaftsgeschichte (33.2010, Seitenzahl noch nicht fix) hat Raúl Necochea López einen Aufsatz zur peruanischen Volkszählung von 1940 veröffentlicht; die deutsche Version des Abstracts lautet wie folgt:

Demografisches Wissen und Nation-Building: Der peruanische Zensus von 1940. Die Demografen, die 1940 die peruanische Volkszählung organisierten, stellten die zunehmende ethnische Heterogenität Perus als Zeichen aufbrechender kultureller Grenzen und als Symbol einer tragfähigen peruanischen Identität dar. Diese besondere demografische Dynamik war ihrer Ansicht nach ein Motor der nationalen Entwicklung. Dieser Aufsatz analysiert die verschiedenen Formen, in denen Demografen kulturelle Heterogenität als einen potentiellen Vorteil des Landes konstruierten. Hierdurch wird deutlich, wie akademisches Wissen über ethnische Hybridität mit den nationalistischen Projekten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verbunden war. Er analysiert weiterhin den Einfluss, den die ideologischen Sympathien der peruanischen Demografen für den Sozialismus auf ihre wissenschaftliche Arbeit hatte.

López, Raúl Necochea: Demographic Knowledge and Nation-Building: The Peruvian Census of 1940, in: Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, 33.2010, //dx.doi.org/10.1002/bewi.201001471

Freitag, 16. Juli 2010

Freitag-Schwerpunkt zur Volkszählung

Die dieswöchige Ausgabe des Freitags enthält einen Schwerpunkt zur Volkszählung 2011, der neben einem Interview mit Gert G. Wagner, Chef der deutschen Zensuskommission, auch einen Rückblick von Ulrike Baureithel auf den Widerstand gegen die Volkszählung in der BRD in den 1980er Jahren umfasst:
In meinem Fall gehörte eine gewisse Schizophrenie dazu: Während ich als Historikerin damals den Mikrozensus von 1925 auswertete, glücklich über das sozialstatistische Material und nur gelegentlich von Zweifeln angenagt im Hinblick auf seine Gültigkeit, wies ich gleichzeitig dem Volkszähler die Tür.

Dienstag, 13. Juli 2010

Volkszählung in China und Indien

2,5 Millionen VolkszählerInnen sollen laut Standard die indische Bevölkerung erfassen, in China sind es gar 6,5 Millionen.

Dienstag, 6. Juli 2010

Proteste gegen Volkszählung 2011 in Deutschland

Jede verhinderte Datensammlung ist (...) ein Erfolg. - Die Jungle World interviewt den Datenschutzaktivisten Padeluun zur in Deutschland bevorstehenden Volkszählung 2011; die Protestseite ist unter //zensus11.de/ zu finden.

Donnerstag, 24. Juni 2010

Proteste gegen Volkszählung in den USA

Auf Grundlage eines Artikels in der Washington Post berichtete dieser Tage u.a. der ORF über Widerstand gegen die US-Volkszählung.

Freitag, 2. April 2010

Volkszählung in Indien

Gestern hat laut ORF Online in Indien die alle zehn Jahre durchgeführte Volkszählung begonnen; erfasst werden neben den üblichen Angaben auch Daten über den Zugang zu sauberem Trinkwasser und die Zahl von Kontoinhabern sowie Handy- und Computerbesitzern.
Nicht zuletzt werden diesmal mit Fingerabdrücken und einem Passbild von jedem Einwohner über 15 Jahren auch biometrische Daten gesammelt.
Offizieller Grund dafür ist das bisherige Fehlen eines Meldewesens, was sich nach dem Willen der Regierung nun ändern soll. Ab 2011 soll mit Hilfe der neuen biometrischen Bevölkerungsdatenbank jeder Inder erstmals einen landesweit einheitlichen Personalausweis mit einer 16-stelligen persönlichen Identifikationsnummer erhalten.

Montag, 1. Februar 2010

Religionszugehörigkeit: Heavy Metal

Bei der englischen Volkszählung kann unter der Religionszugehörigkeit auch Jedi Ritter ausgewählt werden; laut Freitag propagiert die Zeitschrift Metal Hammer nun, dass auch Heavy Metal als Option bei der Volkszählung von 2011 zur Verfügung steht. Fehlt nur noch das Fliegende Spaghettimonster!

Donnerstag, 24. Juli 2008

Publizierte Ergebnisse der Seelenkonskription 1770/1771 für Böhmen

Vor einiger Zeit bin ich in der Wienbibliothek bei der Durchsicht von Franz Xaver Hubers 1780 erschienenen Neue[n] Kronik von Böhmen auf Ergebnisse der Seelenkonskription von 1770/1771 gestoßen. Demnach wurden in Prag 77.577 Einwohner beyden Geschlechtes gezählt, sowie in ganz Böhmen 244 Städte, 303 Märkte, 11.184 Dörfer und 380.135 Häuser sowie 1,194.999 Männer, von denen 218.277 zu Kriegsdiensten tauglic[h] seien. (Huber, 405).
Es scheint, dass diese Angaben (nimmt man Abschreibfehler an) übereinstimmen mit einer von František Dvořáček nach einer Handschrift der Prager Nationalbibliothek publizierten Tabelle (Dvořáček, 1924, S.302, Tab.26), bei der die entsprechenden Angaben sich bei der Zahl der Dörfer (11.284) und Häuser (389.135) unterscheiden.
Das Spielchen mit den Zahlen kann man allerdings noch weiter spielen beim Vergleich mit anderen zeitgenössischen Angaben: Die Zahl von 1,194.999 Männer in Böhmen publizierte auch Schlözer in seinem Briefwechsel 1775 und 1778 (Schlözer 1775, 206, Schlözer 1778, 239), die Zahl der bei Huber genannten Städte und Märkte entsprechen auch einer im Kriegsarchiv in Wien vorhandene Tabelle, die allerdings für Böhmen 11.286 Dörfer und 389.148 Häuser angibt.(KA HKR 1772/74/859/1) Eine andere Tabelle im Kriegsarchiv wiederum verzeichnet 250 Städte, 296 Märkte, 11.274 Dörfer und 389.414 nummerierte Häuser.(KA HKR 1772/74/761/1). Und wer will, kann ja auch noch auf die von Schlözer bereits 1775 (S.206) publizierten Ortschaftsangaben zurückgreifen: 245 Städte, 303 Marktflecken, 11.284 Dörfer, 389.135 Häuser.

[Huber, Franz Xaver]: Neue Kronik von Böhmen. Vom Jahre 530 bis 1780. Nebst einer geographischen Beschreibung aller Städte, Märkte, Schlösser und anderer merkwürdigen Orte. Prag: Schönfeld, 1780.

Dvořáček, František: Soupisy obyvatelstva v Čechách, na Moravě a ve Slezsku v letech 1754–1921 [Bevölkerungsverzeichnisse in Böhmen, Mähren und Schlesien 1754–1921], in: Československý Statistický Věstník, V.1924, S. 263-302, VI.1925, S. 1–46, 271–293, 329–371, VII.1926, S. 33–65, 151–199, 283–311, 357–383, hier 1924, S.302 [Quellenangabe: Handschrift in Universitätsbibliothek {heute: Nationalbibliothek, Prag}, Abschrift im Landesarchiv {Die Signatur dieser Handschrift wird bei Dvořáček wahlweise mit 9 IV 13 bzw. G IV 3 angegeben, nach Kárníková, Ludmilla: Vývoj obyvatelstva v českých zemích 1754-1914. Prag 1965, S.295, Anm. 34 lautet sie allerdings: NKP, Kinskiana G IV.13}.

Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv, Bestand Hofkriegsrat, Akten 1772/74/859/1: Haupt-Summarium über die lauth gefertigten Conscriptions-Summarien in denen sammentlichen Creyßen des Königreich Böheimb Existirende Städte - Märckte Dörffer, und Haußer, dann das in selben befindlich Männliche Geschlecht, Beilage zu Schreiben des Böhmischen Generalkommando an den Hofkriegsrat, 24.11.1772.

Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv, Bestand Hofkriegsrat, Akten 1772/74/761/1: Haupt-Summarium über das in denen k.k. deutschen Erblanden bey Verfassung der Militär-Werbbezirks-Bücher zur Miliz angemessene männliche Geschlecht – dann Zugvieh.

Schlözer, August Ludwig von: Briefwechsel meist statistischen Inhalts, 1775, S.205-207.

Schlözer, August Ludwig von: Briefwechsel meist historischen und politischen Inhalts, 1778, S.237-241. [Digitalisat]

Besprechung der verschiedenen Ergebnisse für Böhmen bei Dickson, Peter G.M.: Finance and Government under Maria Theresia 1740–1780. 2 Bände. Oxford: Clarendon Press, 1987, Bd. 1, S. 440.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Volkszählung im Sudan

Für die NZZ berichtet die Ethnologin Martina Santschi; seltsam dieses Begehren eines Soldaten, der es gerne sähe, wenn die nicht erhobenen Merkmale der Religion und der Ethnie doch erfasst würden: Deng Bol, ein 35-jähriger SPLA-Soldat ist unzufrieden mit dem Zensus. «Wo stehen die Fragen zur ethnischen und religiösen Zugehörigkeit?», verlangt er zu wissen. «Ich will, dass ihr aufschreibt, dass ich Dinka und Christ bin. Tragt es auf dem Fragebogen ein!» Die Südsudanesen, meint er, wollten erfahren, wie viele Afrikaner, wie viele Araber und wie viele Christen und Muslime im Sudan lebten. «Dann wird endlich klar, dass Afrikaner und Christen die Mehrheit bilden, die von der Minderheit der muslimischen Araber regiert wird», behauptet der Soldat.

Montag, 4. Februar 2008

Pieter Bruegel der Ältere: Die Volkszählung zu Bethlehem

BruegelPieterAelt_Denombrement-Det_1566_MusRoyauxBruessel

Das wäre doch auch mal ein interessantes Thema: Die Volkszählung in Pieter Bruegels dem Älterem Gemälde Die Volkszählung zu Bethlehem, 1566, (Königliche Museen der Schönen Künste, Brüssel). Wobei ja laut Marijnissen (S.296) auf dem hier gezeigten Ausschnitt gar nicht die Volkszählung, sondern die Einhebung der Steuern gezeigt wird.
Ich habe jedenfalls mal einiges an Literatur dazu zusammengestellt:

Brink, Peter van den (Red.): Le dénombrement de Bethléen de Pieter Brueghel le Jeune: ou, la peinture de père en fils. [Exposition, Manderen, Château de Malbrouck, 15 avril-16 juillet 2000] Metz: Editions Serpenoise, 2000.

Bruegel – Une dynastie des peintres. (Ausstellungskatalog) Palais des Beaux-Arts, Brüssel 1979/1980, S. 51 Nr. C.

Currie, Christina: Demystifying the Process: Pieter Brueghel the Younger's 'The Census at Bethlehem', a Technical Study, in: Brink, Peter van den (Hg.): Brueghel Enterprises. Ausstellungskatalog Bonnefantenmuseum, Maastricht 2002 / Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2002, Gent / Amsterdam: Ludion 2001, S. 80-124.

Ertz, Klaus: Pieter Brueghel der Jüngere (1564-1637/1638). Die Gemälde mit kritischen Oeuvrekatalog . 2 Bände. Lingen: Luca, 1988 [bzw. 1998]/2000, Bd. I, 284-298.

Ertz, Klaus: Volkszählung zu Bethlehem, um 1607, in: Breughel - Brueghel. Pieter Breughel der Jüngere - Jan Brueghel der Ältere. Flämische Malerei um 1600. Tradition und Fortschritt. Ausstellungskatalog des Kunsthistorischen Museums Wien. Lingen: Luca, 1997, S. 319-322.

Fogel, Aaron: Bruegel's The Census at Bethlehem and the Visual Anticensus, in: Representations, No. 54 (Spring, 1996), S. 1-27 [Jstor]

Fraiture, Pascale: Dendrochronological Dating of Three Versions of 'The Census at Bethlehem' by Pieter Brueghel the Younger, in: Brink, Peter van den (Hg.): Brueghel Enterprises. Ausstellungskatalog Bonnefantenmuseum, Maastricht 2002 / Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2002, Gent / Amsterdam: Ludion 2001, S. 125-133.

Friedländer, Max Julius: Pieter Bruegel der Ältere. Berlin 2.A. 1921, S. 94.

Genaille, Robert: Le ‚Dénombrement de Bethléem’ et la persistance des goûts anversois chez Bruegel l’Ancien, in: Jaarboek Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen, 1981, S.61-96.

Glück, Gustav: Breugels Gemälde. Wien: Schroll, 1932, S.55, Nr. 25.

Grossmann, Fritz: Bruegel. The Paintings. London: Phaidon, 1955, S. 200.

Harleman, Suzanne: Catalogue/ 'The Census at Bethlehem', in: Brink, Peter van den (Hg.): Brueghel Enterprises. Ausstellungskatalog Bonnefantenmuseum, Maastricht 2002 / Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2002, Gent / Amsterdam: Ludion 2001, S. 134-148.

Marijnissen, Roger H.: Bruegel - Das Gesamtwerk. Köln: Parkland, 2003, S. 296-303.

Marlier, Georges: Pieter Brueghel le Jeune, Edition posthume mise au point par J. Folie. Brüssel: Finck, 1969, 60-67.

Temple, Richard: "Am I the Innkeeper?" - Pieter Brueghel's The Numbering at Bethlehem, in: Parabola, 19.2004, Nr. 4, S. 66-70.