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Mittwoch, 4. Dezember 2013

Vortrag im Journal Club des HIIG, Berlin 11.12.2013

Ab Freitag bin ich für etwas mehr als eine Woche in Berlin und werde dort nicht nur wie angekündigt einen Vortrag bei der Tagung History is unwritten halten, sondern auch am Mittwoch, 11.12.2013 meine Forschungsergebnisse der letzten Jahre am Google-Institut, recte Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft im Journal Club vorstellen:

Zeit: Mi 11.12.2013, 17h
Ort: HIIG, Humboldt Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, Eingang Bebelplatz 2, Raum E027, 10117 Berlin

Abstract:

Vor Google:
Geschichtswissenschaftliche Perspektiven auf Suchmaschinen im analogen Zeitalter

In den letzten Jahren habe ich mich als Historiker mit den Suchmaschinen des analogen Zeitalters beschäftigt, insbesondere in einer 2012 verteidigten Habilitationsschrift zu den so genannten Adressbüros im Europa der Frühen Neuzeit. Ziel dieser ab dem 17. Jahrhundert in Paris und London, später dann auch in deutschsprachigen Städten gegründeten Adressbüros war es, Informationen zu vermitteln: Wer auch immer etwas kaufen oder verkaufen wollte, Arbeit oder Wohnung suchte, konnte sein oder ihr Anliegen gegen Gebühr in ein am Ort des Adressbüros aufliegendes Register eintragen lassen; umgekehrt konnten InteressentInnen gegen Gebühr Auszüge aus diesem Register erhalten. So nützlich diese Einrichtungen waren, so gerieten sie doch auch in Kritik, wegen mangelnder Beachtung der Privatsphäre und der Übernahme obrigkeitlicher Funktionen.
Ähnliche Konflikte lassen sich auch bei anderen Einrichtungen des Suchens und Findens feststellen, die in einem von mir mitherausgegebenen, bei transcript erschienenen Sammelband mit dem Titel „Vor Google“ behandelt werden. Auch menschliche „Medien“ bzw. „Suchmaschinen“ wie Lohnlakaien, Kammerdiener und Hausmeister waren zum einen hilfreiche Geister, zum anderen Zuträger der Geheimpolizei.
Mit meinen Forschungen möchte ich gerne mit KollegInnen in Austausch treten, die sich mit aktuellen Problemen des Internets beschäftigen, in der Hoffnung, dass diese aus dem präsentierten historischen Material Erkenntnisse für ihre eigene Arbeit gewinnen können.