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Montag, 3. Januar 2011

Ö1: Kunst- und Wunderkammern

Nächste Woche senden die Ö1-Dimensionen (Di, 11.1.2011, 19:06-19:30) einen Beitrag zu den Kunst- und Wunderkammern:

Die ganze Welt im Kleinen. Kunst- und Wunderkammern an europäischen Herrscher- und Fürstenhöfen. Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden an fast allen europäischen Höfen Kunst- und Wunderkammern. Gesammelt wurden nicht nur Kunstgegenstände, sondern alles, was für die Zeit wesentlich schien: Gemälde und Plastiken ebenso wie Bücher aus allen Wissensgebieten, Münzen, astronomisches Gerät, Globen, Atlanten, allerlei Bemerkenswertes aus der Natur und vieles mehr. Diese Sammlungen waren gewissermaßen Spiegel des Kosmos und repräsentierten die Summe des damaligen Wissens über die Welt. Gleichzeitig waren die Kunst- und Wunderkammern beliebte Mittel der fürstlichen Selbstdarstellung.
Was im Lauf der Zeit gesammelt und aufgestellt wurde, verrät sehr viel über den jeweiligen Zeitgeist. Die Kunst- und Wunderkammern gelten als Vorläufer der heutigen Museen. In ihrer ursprünglichen Form sind sie zum Beispiel noch in Dresden, im Salzburger Dommuseum und auf Schloss Ambras bei Innsbruck zu finden. Unter den weltberühmten Sammlungen alter Fürstenhäuser ist die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums in Wien eine der umfassendsten. Ihre Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, als Herzog Rudolf IV. die Gründung eines habsburgischen Hausschatzes anregte. In den Jahrhunderten darauf wurde die Sammeltätigkeit kontinuierlich ausgeweitet. Mehr als zehn Jahre lang war die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Derzeit wird die Sammlung neu positioniert, und Ende 2012 soll der einzigartige "Wunderraum der Phantasie" in neuem Glanz wieder zu besichtigen sein.