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Mittwoch, 25. November 2009

Prekarisierung und Orthographie

In der aktuellen Ausgabe von Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften (Nr.283, 51.2009/5, S.847f) rezensiert Peter Bescherer ein Buch über Dynamiken der Prekarisierung und kommt zu folgendem Fazit:
Über weite Teile des Buches tut Verf[asser]., was man von Soziologen erwarten darf: er sichtet Forschungsstände, diskutiert Typologien und entwirft eigene, operationalisiert und interpretiert. Das alles ist klar strukturiert und anschaulich dargestellt. Natürlich kann Prekarisierung in Bourdieus Begriffen vom Sozialraum, vom Habitus und von der Lebensstilpraxis klassenanalytisch erfasst werden; mit einem stärkeren Bezug zum marxschen Klassenbegriff und Orientierung auf Widerspruchsanalyse hätten aber auch die Gegenmachtpotenziale der unteren Klassen präzischer thematisiert werden können als es mit dem Instrumentenkasten Bourdieus möglich ist. - Schwer erträglich sind die vielen Fehler in Orthographie und Schriftsatz. Gerade im zweiten Teil des Buches kommt fast keine Seite ohne fehlende oder falsch platzierte Satzzeichen und Buchstaben, fehldeklinierte oder gar herumirrende Wörter aus. Eine üble Folge der Prekarisierung, dass Verlage die Redaktion Praktikanten überlassen oder eilig Honorarverträge vergeben.

Pelizzari, Alessandro: Dynamiken der Prekarisierung. Atypische Erwerbsverhältnisse und milieuspezifische Unsicherheitsbewältigung. Konstanz: UVK, 2009.