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Vorschlag für eine...
im zusammenhang mit der histerischen berichtserstattung...
Glatzl Kurt (Gast) - 2014/05/11 17:02

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Zuletzt aktualisiert: 2014/07/25 19:25

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Theorie

Freitag, 25. Juli 2014

Ö1-Radiokolleg zur Feministischen Philosophie zum Nachhören

Diese Woche brachte Ö1 eine vierteilige Radiokolleg-Reihe zur feministischen Philosophie, die noch ein paar Tage nachgehört bzw. bei Abo downgeloadet werden kann:

Teil 1: http://oe1.orf.at/programm/378421
Teil 2: http://oe1.orf.at/programm/378483
Teil 3: http://oe1.orf.at/programm/378536
Teil 4: http://oe1.orf.at/programm/378631

Die Ankündigung:

"Radiokolleg - Feministische Philosophie
Über die Dekonstruktion der Geschlechterrollen.

Gestaltung: Nikolaus Halmer

Frauen, die die Männerwelt einem intellektuellen Stresstest unterziehen. In seiner Reihe über feministische Philosophie stellt Nikolaus Halmer Denkerinnen vor, die nachhaltig der Hegelschen Behauptung zugesetzt haben, wonach Frauen "nicht für die Philosophie gemacht seien". Als erste kommt die Klassikerin Simone de Beauvoir zu Wort.
Autonomes, kreatives Denken

In der traditionellen Geschichte der Philosophie sind Philosophinnen kaum vertreten. Der männliche philosophische Herrschaftsdiskurs reduziert die Frauen auf ein defizientes Geschlecht. So postulierte Hegel, "dass Frauen nicht für die Philosophie gemacht seien". In den vergangenen Jahrzehnten haben feministische Philosophinnen an der Destruktion der paternalistischen Sichtweise der Philosophie gearbeitet. Sie fühlen sich keineswegs als "das zweite Geschlecht", das sich an chauvinistischen Denkmodellen orientiert, sondern plädieren für ein autonomes, kreatives Denken.

Im Radiokolleg werden Philosophinnen vorgestellt, die das eindimensionale Ideologem der männlich bestimmten Philosophiegeschichte aufsprengen. Zu Wort kommen Simone de Beauvoir - die Klassikerin des Feminismus, die postkoloniale Theoretikerin Gayatri Chakravorty Spivak. Hannah Arendt und Rahel Varnhagen - die Künstlerphilosophin der deutschen Romantik - reflektieren über ihr doppeltes Außenseiterinnen-Dasein als jüdische Frauen. Malwida von Meysenbug und Lou Andreas-Salomé haben im 19. Jahrhundert extravagante feministische Theorien entfaltet, nach denen sie auch größtenteils lebten und die amerikanische Philosophin Judith Butler wird als radikale Dekonstruktivistin der Geschlechterrollen vorgestellt.

Literaturhinweise

Lou Andreas-Salomé: Lebensrückblick - Grundriß einiger Lebenserinnerungen, Insel Verlag

Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft. Antisemitismus, Imperialismus, Totalitarismus, Piper Verlag

Hannah Arendt: Rahel Varnhagen. Lebensgeschichte einer deutschen Jüdin aus der Romantik, Piper Verlag

Judith Butler: Die Macht der Geschlechternormen und die Grenzen des Menschlichen, übersetzt von Karin Wördemann und Martin Stempfhuber, suhrkamp verlag wissenschaften 1989

Simone de Beauvoir: Das andere Geschlecht, Sitte und Sexus der Frau, Neu übertragen von Uli Aumüller und Grete Osterwald, rororo 22875

Judith Butler: Kritik der ethischen Gewalt, übersetzt von Reiner Ansén, Suhrkamp Verlag

Judith Butler/Athena Athanasiou: Die Macht der Enteigneten, übersetzt von Thomas Atzert, diaphanes Verlag

Judith Butler/Gayatri Chakravorty Spivak: Sprache, Politik, Zugehörigkeit, übersetzt von Michael Heitz und Sabine Schulz, diaphanes Verlag

Malwida von Meysenbug: Ausgewählte Schriften, herausgegeben von Sabine Hering und Karl-Heinz Nickel, Edition Klassikerinnen, Ulrike Helmer Verlag

Gayatri Chakravorty Spivak: Righting Wrongs - Unrecht richten, übersetzt von Sonja Finck und Janet Klein, diaphanes Verlag

Gayatri Chakravorty Spivak: Can the Subaltern Speak? Postkolonialität und subalterne Artikulation, übersetzt von Alexander Joskowicz und Stefan Nowotny, Verlag Turia & Kant

Sekundärliteratur:
"Denken Frauen anders?", der blaue reiter, Journal für Philosophie, Nr. 33

Marit Rullmann: Philosophinnen, Suhrkamp Verlag

Annette Vowinckel: Hannah Arendt. Zwischen deutscher Philosophie und jüdischer Politik, Lukas Verlag

Kerstin Decker: Lou Andreas-Salomé: Der bittersüße Funke Ich, List Verlag

Hannelore Bublitz, Judith Butler zur Einführung, Junius Verlag

Hanna Meißner: Butler, Philipp Reclam Verlag

Paula-Irene Villa, Judith Butler, Campus Verlag"

Donnerstag, 10. Juli 2014

Patrizia Bach: Walter Benjamin - Passagenprojekt

Die Zeichnerin Patrizia Bach beschäftigt sich mit Walter Benjamins Passagenwerk, unter benjamin-passagen.de ordnet sie Benjamins Textfragmente nach den von ihm verwendeten Symbolen an.

Mittwoch, 25. Juni 2014

10, rue Arthur Ranc, Poitiers

Diese Nummer bleibt also noch zu fotografieren. Lesenswerter taz-Artikel zu Foucaults Wohnorten in Poitiers, Vendeuvre-du-Poitou und Paris:

http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&dig=2014%2F06%2F25%2Fa0105&cHash=b451ada5c21c7cc2645806d588221583

via https://twitter.com/FJ_Murau/statuses/481758836685275136

Freitag, 13. Juni 2014

Arte-Dokumentation über Foucault

Kommenden MIttwoch (18.6.2014, 21:45-22:40) auf Arte: Die Dokumentation Foucault gegen Foucault, u.a. mit Arlette Farge, Didier Eribon und Georges Didi-Huberman.

Ankündigung:

Michel Foucault gilt als einer der wichtigsten Vertreter des französischen Strukturalismus. Seine Arbeiten, in denen er das Entstehen und die Mechanismen von Macht untersucht, und Schulen, Kasernen und Krankenhäuser mit Gefängnissen vergleicht, sorgten stets für Kontroversen. Zu seinen wichtigsten Werken zählen unter anderem „Wahnsinn und Gesellschaft“, „Die Ordnung der Dinge“, „Archäologie des Wissens“, „Überwachen und Strafen“ sowie seine großangelegte, dreiteilige Geschichte der Sexualität.

Wie seine Schriften war auch der Mensch Foucault komplex und voller Widersprüche: einerseits ein politisch engagierter und streitbarer Freigeist und Aktivist des Mai 68, andererseits ein Gelehrter, der seinen Lehrstuhl für die Geschichte der Denksysteme (1970-1984) am Collège de France sehr ernst nahm und sich als zentrale Figur der Institution Universität verstand. Foucault war ein scharfsinniger und rebellischer Intellektueller, der sich sowohl im akademischen als auch im öffentlichen Raum einmischte; ein Mann seiner Zeit, der ein zeitloses Werk schuf und Maßstäbe setzte.

Die Dokumentation beschreibt Foucaults philosophische Entwicklung, die nie linear verlief, sich oft selbst negierte, verschiedene Ansätze, Disziplinen und Forschungsgegenstände wählte, aber stets kohärent blieb. Er war Vertreter des Poststrukturalismus, Psychologe, Historiker, Soziologe und Begründer der Diskursanalyse. In 20-jähriger Arbeit entstand ein Gesamtwerk, dessen allgemein anerkannte Originalität wohl einzigartig ist.


Regie: François Caillat

Mittwoch, 16. April 2014

Ö1-Feature zu Mira Lobes "Das Kleine Ich bin ich"

In den Ö1-Tonspuren, 24.4.2014, 16:00-16:40:

"Sicherlich gibt es mich!" Mira Lobes "Das kleine Ich bin ich". Feature von Isabelle Engels

"Auf der bunten Blumenwiese geht ein buntes Tier spazieren ..." So fängt sie an, die Geschichte von einem kleinen namenlosen Wesen. Zunächst ist es glücklich, so wie es ist. Es freut sich an den grünen Halmen und den Schmetterlingen. Aber dann ...

Von Mira Lobe in Reimform geschrieben und von Susi Weigel illustriert, schildert das Buch die Suche nach der eigenen Identität. Das Phantasiegeschöpf hat Ähnlichkeiten mit verschiedenen anderen Tieren - aber immer sind ein paar Merkmale anders. Nirgends dazuzugehören erlebt das kleine Wesen als große Frustration und lässt es schließlich zweifeln, ob es überhaupt existiert. Doch plötzlich kommt ihm die berührende Erkenntnis: "Sicherlich gibt es mich: Ich bin ich!"

1972 erstmals gedruckt, ist "Das kleine Ich bin ich" im deutschsprachigen Raum ein Bestseller und erschien in vielen anderen Ländern. Es gibt auch eine viersprachige Ausgabe. Das deutsch-kroatisch-serbisch-türkische Buch wird in Österreichs Kindergärten und Volksschulen eingesetzt.

Kinderbücher zum Thema Identität, Einzigartigkeit und Anderssein gibt es inzwischen einige - doch was macht "Das kleine Ich bin ich" so einmalig?

Freitag, 28. Februar 2014

Eine Bestellung im Aphorismen-Sweatshop

Gestern war ich bei der Präsentation von Richard Schuberths Neuem Wörterbuch des Teufels, vgl. dazu auch die Besprechung samt Video auf DaStandard.at.

Ob Richard Schuberth auch Aufträge für Aphorismen entgegennimmt, so als eine Art Aphorismen-Sweatshop? Ich hätte jedenfalls drei Bestellungen, denn diese Einträge fehlen mir in seiner Sammlung und ich brenne darauf zu erfahren, was er zu diesen zu sagen hat:

*Adresse
*Geschichte
*Historiker/Historikerin

Ambros Bierce hatte diese im Angebot:

Adresse Ort, an dem man die feinfühligen Aufmerksamkeiten von Gläubigern entgegennimmt

Geschichte meist falscher Bericht über meist unwichtige Ereignisse, die von meist kriminellen Herrschern und meist närrischen Soldaten bewirkt worden sein sollen.

Historiker Breitspur-Klatschmaul

Schuberth, Richard: Das neue Wörterbuch des Teufels. Ein aphoristisches Lexikon mit zwei Essays zu Ambrose Bierce und Karl Kraus sowie aphoristischen Reflexionen zum Aphorismus selbst. Wien: Klever, 2014. [Verlags-Info]

Donnerstag, 30. Januar 2014

Ausstellung zu Mira Lobe/Susi Weigel und dem "Kleinen Ich bin Ich", Wienmuseum Herbst 2014

Sehr schön, das Wienmuseum kündigt die Ausstellung "Ich bin ich - Mira Lobe und ihre Bilderwelt" an, geplante Laufzeit 6. November 2014 bis 1. März 2015.

Mittwoch, 11. September 2013

Happy Birthday, Adorno!

Wolfgang Pohrt charakterisierte in der Festschrift zu Hermann L. Gremlizas 50er (Hamburg: Verlag 20. November, 1990.) den Geburtstag als "[einen Tag], den jeder Mensch mit Verstand und Empfindung besser als nichtexistent aus seiner Wahrnehmung streicht".

Nun, ich begehe Adornos heutigen 110. Geburtstag, indem ich den äußerst empfehlenswerten @neinquarterly für das zukünftige Nichts - zu erwarten unter: http://neinquarterly.com/ - subskribiere und widme ihm Adornos Frankfurter Hausnummer, Kettenhofweg 123:

Frankfurt_Kettenhofweg123_Hausnummer_Adorno

Sonntag, 2. Juni 2013

Journée d’étude "Les historiens et Michel Foucault", Paris 14.6.2013

Am 14. Juni 2013 findet an der Pariser EHESS die Tagung Régimes de vérité, gouvernementalité et biopolitique : les historiens et Michel Foucault mit folgenden sieben Vorträgen statt:

Michael C. Behrent (Appalachian State University) : Penser le XXe siècle avec Foucault

Luca Paltrinieri (CIEPFC/Cirphles - ENS Ulm) : Biopouvoir : les sources historiennes d'une fiction politique

Elsa Dorlin (université Paris 8) : Le plaisir a-t-il une histoire ? Les historiens de la sexualité et Foucault

Paolo Napoli (EHESS) : Foucault et l'histoire de la normativité

Vincent Denis (Paris 1) : L’historiographie de la police et ses usages de Foucault

Luc Berlivet (CNRS / Cermes3) : Actualité de la biopolitique : sécurité, régulation et subjectivation au prisme de l’histoire de la santé

Jean-Baptiste Fressoz (Imperial College, Londres) : Le modèle foucaldien de la biopolitique et l'histoire : chronologie et outils du biopouvoir dans le cas de l'inoculation et de la vaccination 1720-1820

Montag, 25. März 2013

Pamela Cox: The future uses of history, HWJ

Frei zugänglich:

Cox, Pamela: The Future Uses of History, in: History Workshop Journal, 75, Spring 2013, S.125-145.
http://dx.doi.org/10.1093/hwj/dbs007

Abstract:
We live in a new era of evidence. The knowledge economy demands new kinds of evidence deployed through new types of channel. Policy-makers demand evidence to support decision-making. ‘Evidence-based policy’ is built around the need to know if a strategy or a policy or any other kind of intervention – in medicine, criminal justice, welfare, banking or international aid – has ‘worked’ and whether it is cost effective. But what kind of evidence is sought and from what sources? How are outcomes evaluated? How do policy-makers deal with the uncertainty and contradictions so often generated by research?.

This article considers the contribution that historians might make in providing and critiquing evidence in these everyday scenarios. Given that our work consists of assembling, selecting, sifting and presenting evidence we might argue that we should play a major role particularly when History as a discipline faces contentious calls to demonstrate its public impact. However, we might argue the opposite. In terms of policy, for example, historians might continue to offer evidence of what ‘has not worked’ in the past as opposed to what ‘might work’ in the future. We might point to the epistemological uncertainties and doubts generated by new empirical claims to truth.

This article focuses on these opportunities and challenges. Using two contrasting case studies, from Vietnam and East Anglia, it asks how historians can carve out a distinct role as constructive sceptics in the knowledge economy.