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Socialpolitik

Freitag, 6. November 2020

Sarah Pichlkastner zum Wiener Bürgerspital

Für das Magazin des Wienmuseum hat Sarah Pichlkastner auf Grundlage ihrer Dissertation einen Beitrag zum Wiener Bürgerspital erstellt.

Freitag, 22. Mai 2020

Das hat sich bis heute nicht geändert , das blieb sich bis heute gleich...

Die zuletzt verschickte US-Ausgabe von Jacobin magazine mit dem Schwerpunkt "Pandemic Politics" bringt am Anfang ein schönes Zitat zum Verhältnis von Kapitalismus und Seuchen aus dem 1919 in der Sowjetunion erschienenen "ABC des Kommunismus", hier in der Übersetzung meiner Manesse-Ausgabe von 1985, S.622 (btw: Die deutschsprachige Erstausgabe erschien 1920 in Wien).
Das in dem Text verwendete Präteritum war leider zu optimistisch und zeigt einmal mehr, wie dringlich es wäre, Kapitalismus von einem Problem der Gegenwart zu einem Gegenstand zu machen, der allein für Historiker_innen von Interesse ist und allenfalls als Material für Gruselgeschichten dient...

ABC-Kommunismus-Seuchen

Montag, 11. Mai 2020

Herr Groll und der Dozent über die Wiederkehr der Eugenik

Erwin Riess lässt Herrn Groll und den Dozenten heute über die Wiederkehr der Eugenik debattieren, passenderweise am Wiener Julius Tandler-Platz und mit sehr lehrreichen historischen Ausführungen.

Donnerstag, 7. November 2019

Neuerscheinung zum Wichtelzopf

Die Forschung zur Plica Polonica ist um einen Artikel reicher geworden:

Guesnet, François: Body, Place, and Knowledge: The Plica polonica in Travelogues and Experts’ Reflections around 1800, in: Central Europe, 2019, DOI: 10.1080/14790963.2019.1684786

Donnerstag, 10. Juli 2014

Projekt zum Wiener Bürgerspital

Das Uni:View-Magazin stellt ein spannendes, von Sarah Pichlkastner bearbeitetes Projekt vor, das sich mit dem Wiener Bürgerspital beschäftigt, eine der größten Einrichtungen dieser Art in der Frühen Neuzeit.

Dienstag, 2. Juli 2013

Vom Verfolger zum Befürworter der Spatzen

Den Spatzen erging es ja im 18. Jahrhundert nicht so gut (vgl.); nun habe ich in der Brünner Zeitung einen mit 6. Juli 1780 datierten Bericht aus Slavonien gefunden, in dem ein anonymer Erzähler folgende Entdeckung macht:

Jüngst machte ich über die Sperlinge, die hier in Slavonien wohl eben so sehr als in Deutschland verfolget werden, eine Beobachtung, die ich bey dieser Gelegenheit mittheilen muß. Wir hatten dieses Jahr eine ungeheure Menge Raupen an den Bäumen, ob man gleich im Frühjahre die Nester auf denselben sorgfältig abgenommen hatte; allein sie marschirten nachher aus den Waldungen auf unsere Obstgärten los. Als ich nun vor einiger Zeit beym Lesen eines Buchs im Garten saß, und meine Bäume wegen der großen Verwüstung bedauerte, erblickte ich einen Sperling, wie er eben eine Raupe haschte. Ich wurde darüber aufmerksam, sah nach meiner Uhr, und bemerkte, daß er in Zeit von drey Minuten, deren 5 zu sich nahm, und mit dieser Beute davon flog. Ich wiederholte meine Beobachtung mehrere Tage, des Morgens sowohl als des Abends, und sah mit Vergnügen, wie diese Vögel meine Obstbäume von den ungeladenen schädlichen Gästen gänzlich befreyten, so daß sie von diesen Insekten fast gar keinen Schaden litten. Seit der Zeit habe ich mir vorgenommen, die Sperlinge leben zu lassen, ob ich gleich zuvor ein hitziger Verfolger derselben war.

Brünner Zeitung Der Kaiserlichen Königlichen Privilegirten Mährischen Lehenbank, Nr. 57, 16.7.1780, 455.

Donnerstag, 13. Juni 2013

HR2: Sendung mit Heinrich Bosse

HR2 sendet heute (13.6.2013, 12:05-13:00) ein Gespräch mit dem Germanisten Heinrich Bosse; eine von mir verfasste Rezension seines von Nacim Ghanbari herausgegebenem Buch Bildungsrevolution 1770 bis 1830 erscheint übrigens in der nächsten Ausgabe der Frühneuzeit-Info.

Am Tisch mit Heinrich Bosse, „Bildungsforscher“

Privatschulen und Nachhilfekurse, Seminare im Internet und Prüfungscoaching – sie alle boomen zurzeit. Neben dem staatlichen Schulwesen entsteht ein freier Bildungs-Markt. Das ist, so ungewohnt es anmutet, nichts Neues.

Einen freien Markt fürs Lehren und Lernen hat es in Deutschland schon einmal gegeben - das schildert Heinrich Bosse sehr anschaulich in seinem Buch „Bildungsrevolution 1770 bis 1830“. Mit ihm spricht Ruth Fühner im hr2-Doppel-Kopf.

Samstag, 22. Dezember 2012

WZ-Zeitreisen zum Wichtelzopf

Das Zeitreisen-Geschichtsfeuilleton der Wiener Zeitung beschäftigte sich zuletzt u.a. mit Medizingeschichte und kam dabei u.a. auf den famosen Wichtelzopf zu sprechen, zu dessen Bekämpfung in Österreichisch-Schlesien um 1770 eine eigene Kommission eingesetzt wurde, die mittels "Auskampeln" gegen die auch als "plica polonica" bezeichnete, vermeintliche Krankheit vorging. Am Schluss des Beitrags der freundliche Hinweis auf meinen Artikel dazu, der direkt unter //tantner.net/publikationen/Tantner_Wichtelzopf_FestschriftKarlVocelka_2008.pdf downgeloadet werden kann.

Sonntag, 4. November 2012

Heinrich Bosse: Bildungsrevolution 1770-1830

In den 1970er Jahren besuchte er Seminare bei Foucault und Kittler und ließ sich von diesen zu seinen bildungsgeschichtlichen Arbeiten inspirieren; nun erscheinen zehn seiner Artikel in einem Band, herausgegeben von Nacim Ghanbari, die auch ein Gespräch mit Bosse geführt hat, das gekürzt im Merkur (August 2012, S.691-703, online hier) erschien. Ich bin ja schon gespannt auf Bosses Aufsatz zur Einrichtung der Schiefertafel!

Verlagsankündigung: Der gemeinsame Fluchtpunkt dieser Studien ist die deutsche Bildungsrevolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sie betrifft die beiden wichtigsten Kulturtechniken, Lesen und Schreiben. In der Bildungsrevolution verändert sich der elementare, rhetorische, akademische Unterricht, darüber hinaus aber auch Schule, Autorschaft, Öffentlichkeit und sogar die Sozialgliederung der Gesellschaft. Das neue Konzept der Bildung wirkt über die Unterrichtsinstitutionen hinaus, indem es eine außerschulische Praxis scholarisiert, das Selberlernen. Die Unterrichtsverhältnisse ihrerseits werden unter dem staatlichen Zugriff neu strukturiert.
Dabei verschmelzen die lateinischen und die volkssprachlichen Bildungssysteme, die seit dem Mittelalter nebeneinander existierten, in einem umfassenden Bildungsapparat. Zugleich wandelt sich die ständische Öffentlichkeit der gelehrten Republik in ihr modernes Gegenstück, und der gelehrte Stand der Lateinkundigen verschwindet in der Formation der Gebildeten.


Bosse, Heinrich: Bildungsrevolution 1770-1830. (=Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach und Medienwissenschaft; 169). (Hg. mit einem Gespräch von Nacim Ghanbari). Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2012. [Verlags-Info]

Mittwoch, 22. August 2012

Die Wonnen der Elektropathologie

Zeitspuren zeigt Bilder aus dem von Stefan Jellinek 1932 publizierten Buch Elektroschutz in 132 Bildern; Jellinek gründete in Wien das Elektropathologische Museum, dessen Bestände nun wirklich Kultcharakter haben und seit 2005 Teil des Technischen Museums Wien sind: //www.technischesmuseum.at/objekt/plakat-des-elektropathologischen-museums-um-1930

[via G+/Klaus Graf]