Neuerscheinung: Ulrike Krampl - Les secrets des faux sorciers
Krampl, Ulrike: Les secrets des faux sorciers. Police, magie et escroquerie à Paris au XVIIIe siècle. Paris: Editions de l'EHESS, 2012. [Verlags-Info]
Klappentext auf deutsch:
Die Geheimnisse der falschen Hexer. Polizei, Magie und Betrügerei im Paris des 18. Jahrhunderts
Zu Beginn der Aufklärung scheint der Teufel langsam aus der Welt zu verschwinden - allerdings nicht spurlos. Als 'Vater der Lüge' vermacht er den Menschen seine Gabe des Täuschens und Verführens. Aus den Hexen und Hexer werden nun falsche, ihre magischen Geschäfte hingegen florieren mehr denn je. Die Pariser Polizei, die seit Ende des 17. Jahrhunderts neu organisiert wird, sucht nun all jener Männer und Frauen habhaft zu werden, die ihren ZeitgenossInnen mittels magischer Praktiken - und gegen bare Münze - Glück und Reichtum versprechen. Grundlegend bei der Vorgehensweise dieser Magietreibenden ist das Geheimnis, produktives Hindernis und zugleich Katalysator des sozialen, politischen und epistemologischen Wandels, der das 18. Jahrhundert kennzeichnet. Seit dem königlichen Edikt von 1682, das offiziell die große Giftaffäre beendet, werden Magie und Hexerei rechtlich nur noch als Vorwand zu schwerwiegenderen Vergehen gesehen; ein Jahrhundert später erklärt die Revolutionsgesetzgebung diesen Vorwand für imaginär sowie jene, die sich seiner bedienen, zu Betrügern. Wirklichkeit und Imagination bezeichnen somit nicht mehr dasselbe, was die Legitimität von Glaubens grundlegend verändert.
Anhand der Untersuchung eines scheinbar nebensächlichen Phänomens beleuchtet das vorliegende Buch die Entwicklung moderner Polizeipraktiken ebenso wie die zentrale Rolle der städtischen Alltagsgeselligkeit. Vor allem lädt es ein darüber nachzudenken, was Glauben bedeuten kann in einer Gesellschaft, die nach neuer Gewissheit sucht.
Klappentext auf deutsch:
Die Geheimnisse der falschen Hexer. Polizei, Magie und Betrügerei im Paris des 18. Jahrhunderts
Zu Beginn der Aufklärung scheint der Teufel langsam aus der Welt zu verschwinden - allerdings nicht spurlos. Als 'Vater der Lüge' vermacht er den Menschen seine Gabe des Täuschens und Verführens. Aus den Hexen und Hexer werden nun falsche, ihre magischen Geschäfte hingegen florieren mehr denn je. Die Pariser Polizei, die seit Ende des 17. Jahrhunderts neu organisiert wird, sucht nun all jener Männer und Frauen habhaft zu werden, die ihren ZeitgenossInnen mittels magischer Praktiken - und gegen bare Münze - Glück und Reichtum versprechen. Grundlegend bei der Vorgehensweise dieser Magietreibenden ist das Geheimnis, produktives Hindernis und zugleich Katalysator des sozialen, politischen und epistemologischen Wandels, der das 18. Jahrhundert kennzeichnet. Seit dem königlichen Edikt von 1682, das offiziell die große Giftaffäre beendet, werden Magie und Hexerei rechtlich nur noch als Vorwand zu schwerwiegenderen Vergehen gesehen; ein Jahrhundert später erklärt die Revolutionsgesetzgebung diesen Vorwand für imaginär sowie jene, die sich seiner bedienen, zu Betrügern. Wirklichkeit und Imagination bezeichnen somit nicht mehr dasselbe, was die Legitimität von Glaubens grundlegend verändert.
Anhand der Untersuchung eines scheinbar nebensächlichen Phänomens beleuchtet das vorliegende Buch die Entwicklung moderner Polizeipraktiken ebenso wie die zentrale Rolle der städtischen Alltagsgeselligkeit. Vor allem lädt es ein darüber nachzudenken, was Glauben bedeuten kann in einer Gesellschaft, die nach neuer Gewissheit sucht.
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Aufklaerung_Romantik - Mi, 11. Jan. 2012, 08:58