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Montag, 14. September 2015

Wanderausstellung "Wien und die 'Ziegelböhm'. Zur Alltagsgeschichte der Wienerberger ZiegelarbeiterInnen"

Die Wanderausstellung Wien und die „Ziegelböhm“. Zur Alltagsgeschichte der Wienerberger ZiegelarbeiterInnen (vgl.) ist ab sofort bis 28.9.2015 im Tschechischen Zentrum Wien, Herrengasse 17 zu sehen:

Unter dem Begriff „Ziegelböhm“ versteht man die überwiegend aus Böhmen und Mähren stammende Arbeiterschaft der Ziegeleien im Wien des 19. Jahrhunderts, die in engem Zusammenhang mit der Entwicklung des modernen Wiens, aber auch der sozialen Not um die Jahrhundertwende steht.

Die Ausstellung gibt Einblick in ihre Lebensbedingungen und Erfahrungswelten. Ohne die Tausenden Zuwanderer aus Gebieten der Habsburgermonarchie wäre eine Modernisierung Wiens unvorstellbar gewesen. Ganze Familie mussten dabei ans Werk: die Männer arbeiteten als „Lehmscheiber“, die Frauen als „Ziegelschlägerinnen“ und die Kinder als sogenannte „Aufreiber“. Ihre Unterkünfte boten meist widrigste Bedingungen, nicht selten lebten 70 Personen in einem Zimmer. Schmutz, Gestank, Lärm und Krankheiten (z. B. Ruhr, Cholera, Blattern und Typhus) prägten den Alltag, der eine hohe Sterblichkeitsrate mit sich brachte. Um 1900 stammte ein Viertel der EinwohnerInnen Wiens aus Böhmen und Mähren, man sprach von der zweitgrößten tschechischen Stadt Europas.