User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Tja, das Bild stammt...
Tja, das Bild stammt von mir; aber ich bin da eher...
adresscomptoir - 8. Nov, 11:53
Wessen Bild
Welches ist das Original? http://www.kauni tz-rietberg.de/haus_kaunit z/wenzel_anton/InschriftBa llhausplatz2.jpg...
Tobias (Gast) - 7. Nov, 17:40
Danke
That made my day :-) Danach hab ich schon lange gesucht.
Richard Heigl (Gast) - 31. Okt, 20:08
habe sicherheitshalber...
habe sicherheitshalber vorher durch den ausguck gespäht...
ThomasJust - 29. Okt, 21:49
Nur gut, wenn die Akten...
Nur gut, wenn die Akten sicher sind!
adresscomptoir - 29. Okt, 21:46

Archiv

Dezember 2005
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
31
 
 

Status

Online seit 1598 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 8. Nov, 11:55

Credits

Freitag, 2. Dezember 2005

Der neoliberale Charakter

Der heutige Freitag veröffentlicht einen zugleich als Hörbuch-Beitrag erschienenen Essay von Ulrich Brieler - Autor des sehr nützlichen Buchs Die Unerbittlichkeit der Historizität. Foucault als Historiker (Böhlau 1998) - über den neoliberalen Charakter. Eine kleine Zusammenfassung in Form von Zitaten:

[D]er neoliberalen Anrufung kann niemand entgehen: Immer ist das Subjekt unterwegs, ohne jemals anzukommen, ein lebenslanger Arbeitseinsatz.
(...)
Das 20. Jahrhundert kannte zwei beherrschende Charakterformationen. Der autoritäre Charakter der Frankfurter Schule war ein Früchtchen der Disziplinar- und Fabrikgesellschaft. (...) Der narzisstische Charakter, wie ihn Christopher Lasch (Das Zeitalter des Narzißmus) beschrieben hat, bildete die Antithese des Autoritären.
(...)
Der neoliberale Charakter ist der legitime Erbe dieser Vorfahren, wie er gleichzeitig neuen systemischen Anforderungen erwächst. (...) Heute darf bei Strafe der Sofortächtung niemand mehr immobil, unflexibel, aglobal, desinteressiert sein. Man muss stets zur Verfügung stehen und gleichzeitig das Bewusstsein dieser universellen Verfügbarkeit besitzen. (...) Kein Fetzen Leben darf sich der Verwertbarkeit entziehen.
Zudem gilt: Jeder muss für sich allein stehen, jeder ist sich selbst der nächste, jeder muss das Bewusstsein dieser Konkurrenz-Isolation als Tugend vermarkten. Der neoliberale Charakter besitzt daher im eigentlichen Sinne keine soziale Dimension, es sei denn eine a-soziale. Denn er ist allein und muss es sein.
(...)
Niemals wurde so viel vom Subjekt gesprochen wie im Zeitalter seiner massenhaften Aufhebung. Der neoliberale Charakter ist die zeitgenössische Verfallsfigur der bürgerlichen Subjektivität.